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6:1 und weiter! Fürths Knoten platzt erst in der Verlängerung

Die Spielvereinigung tut sich gegen Underdog Meinerzhagen lange schwer - 12.09.2020 18:03 Uhr

Traf in der Verlängerung doppelt: Kleeblatt-Verteidiger Marco Meyerhöfer.

© Sportfoto Zink / Wolfgang Zink


Alles andere als der Einzug in die nächste Runde sei "nicht akzeptabel" hatte Fürths Coach Stefan Leitl im Vorfeld der Partie geäußert. Wohlwissen, dass sein Team in der Favoritenrolle in die Partie gehen und mit allem anderen als einem Sieg die gute Vorbereitung in den Hintergrund rücken würde, während der Fünftligist auf der Gegenseite als klarer Außenseiter nur gewinnen konnte. Eine klassische Pokalkonstellation in der ersten Runde zwischen einem Profiverein und einem Amateurklub eben.

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Meyerhöfer macht's gut: Das Kleeblatt in der Pokal-Kritik

Lange machte der Fünftligist aus Meinerzhagen der SpVgg Greuther Fürth das Leben richtig schwer, in der Verlängerung ging dem Underdog dann aber die Luft aus. Das Kleeblatt drehte auf, schoss Tor um Tor und steht am Ende doch verdient in der nächsten Runde des DFB-Pokals. Hier gibt's die Einzelkritiken für die Leitl-Elf.


Meinerzhagen stellte sich nicht hinten rein, begann entschlossen störte früh. Nach einer Anfangsphase von knapp zehn Minuten übernahm die Spielvereinigung aber mehr und mehr die Kontrolle über die Partie. Die erste Ecke nach einer schönen Kombination über Sebastian Ernst und Branimir Hrgota markierte dafür den Auftakt (8.). Das Kleeblatt war nun offensiv gefährlicher, die ganz dicken Chancen blieben allerdings aus.

Luft nach oben am Laubenweg

Im Mittelfeld hatte Leitl den angeschlagenen Paul Seguin zunächst auf der Bank platziert und durch Hans Nunoo Sarpei auf der Sechserposition ersetzt, für den am Oberschenkel verletzten Mergim Mavraj schickte er Neuzugang Abdourahmane Barry in der Innenverteidigung aufs Feld. Der junge Franzose, zeigte sich entschlossen im Zweikampf, leitete mit einem leichte Ballverlust in der eigenen Hälfte aber auch die bis dahin beste Gelegenheit der Partie ein. Alessandro Tomasello vergab sie (26.). Knapp zehn Minuten darauf verpasste der wuchtige RSV-Angreifer Ron Berlinski einen möglichen Treffer für die Gäste (35.), die das Spiel nun wieder offener gestalten konnten. Fürth zeigte die reifere Spielanlage und kombinierte sicherer, der letzte Ball verpasste aber oft den Adressaten. Luft nach oben war entsprechend vorhanden.

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Späte Tore: Meinerzhagen macht Fürth lange Sorgen

In der ersten Runde des DFB-Pokals hat die SpVgg Greuther Fürth sich strecken müssen. Gegen den Oberligisten RSV Meinerzhagen aus Nordrhein-Westfalen setzte sich der Zweitligist in der Verlängerung mit 6:1 durch. Impressionen aus dem Ronhof? Hier entlang!


Noch vor der Pause brachte Fürths Coach seinen Strategen Seguin für Sarpei (40.), zur zweiten Hälfte kam auch noch Paul Jaeckel für Barry (46.). Der Verteidiger war in den letzten Minuten vor der Pause gefoult und medizinisch behandelt worden. In der neuen Besetzung musste Fürth den 0:1-Rückstand hinnehmen. Nach einer Ecke von Nik Kunkel köpfte RSV-Kapitän Sven Wurm das 1:0 für den Underdog (50.). Eine nicht unverdiente Führung. Fürth spielte seine Vorteile, die bei schnellen Kombinationen entstanden, nicht oft und konsequent genug aus. Nach einer dieser Stafetten über Nielsen und Hrgota hätte Sebastian Ernst ausgleichen müssen, verpasste aber aus wenigen Metern das Tor (61.).

Ernst macht Ernst - und dann Verlängerung!

Leitl schickte mit Timothy Tillman einen frischen Offensivspieler für Jamie Leweling (63.) in das Duell. Bei Meinerzhagen wurde langsam der Kräfteverschleiß deutlich, die Gäste konzentrierten sich nun mehr auf das Verteidigen des Vorsprungs, nach vorne kamen sie eher selten, die Ballverluste häuften sich, Fürth übernahm wieder die Kontrolle. In dieser Phase kam das Kleeblatt zum Ausgleich. Der bis dahin unauffällige Ernst setzte den Ball mit einem Kopfball nach einer Green-Ecke ins Netz zum 1:1 (71.). Fürth erhöhte den Druck, nach einer erneuten Flanke von Green verhinderte Johannes Focher einen weiteren Kopfballtreffer von Ernst und schickte die Begegnung mit seiner Parade in die Verlängerung (90.).

In der Zusatzschicht wird's deutlich

Dort traf Green zunächst den Pfosten (95.), Focher entschärfte einen Schuss von David Raum (97.), ehe wieder Green abzog und aus halblinker Position zum 2:1 traf (98.). Fürths guter Rechtsverteidiger Marco Meyerhöfer entschied die Partie mit zwei Toren zum 3:1 und 4:1 (103./105.) endgültig für die Franken. Dickson Abiama markierte mit dem Kopf (113.) das 5:1 und mit dem Fuß das 6:1 (118.). Die engagiert kämpfenden Meinerzhagener waren da längst müde, hatten ihr Auswechselkontingent erschöpft und mussten daher auch noch in Unterzahl die Niederlage quittieren.

+++ Der Live-Ticker zum Nachfiebern +++

RSV Meinerzhagen: Focher - Jakobs, Wurm, Özdemir, Bauman - Beilfuß, Treude (56. Treude), Kunkel - Tomasello (67. Platt), Berlinski, Kandziora

SpVgg Greuther Fürth: Burchert - Meyerhöfer, Bauer, Barry (46. Jaeckel), Raum - Sarpei (40. Seguin), Green (106. Stach), Ernst (72. Abiama) - Hrgota, Nielsen, Leweling (63. Tillman)

Tore: 1:0 Wurm (50.), 1:1 Ernst (71), 1:2 Green (99.), 1:3 Meyerhöfer (103.), 1:4 Meyerhöfer (105.), 1:5 Abiama (113.), 1:6 Abiama (118.) | Gelbe Karten: Elmoueden - Barry, Burchert | Schiedsrichter: Sather (Grimma)

Florian Jennemann

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