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Auch 2021: Erlanger Triathlon ist abgesagt

Wegen der Corona-Pandemie fällt der Wettbewerb mit 800 Startern aus - 23.04.2021 15:00 Uhr

Keine Startbeutel für 2021: Der Erlanger Triathlon fällt aus.

21.07.2019 © Peter Roggenthin


Die Hoffnung war da. Als die Organisatoren die Anmeldung für den Erlanger Triathlon 2021 von März auf Mai verschoben hatten, glaubten sie noch an eine positivere Entwicklung der Corona-Pandemie. Das Gegenteil aber ist der Fall, Deutschland befindet sich weiter mittendrin und auch der Impf-Fortschritt ist noch nicht so, dass man für Ende Juli eine Großveranstaltung sicher planen kann.

"Der aktuelle Verlauf lässt uns keine andere Wahl"

Beim Turnverein hat das Orga-Team um Abteilungsleiterin Ulrike Rabenstein deshalb nun entschieden, den Erlanger Triathlon erneut abzusagen. Auch der Schülertriathlon, der am Freitag vor dem Renn-Wochenende steigt, fällt aus. Schon 2020 musste der Wettbewerb, den es seit mehr als 30 Jahren gibt, ausfallen. "Der aktuelle Verlauf lässt uns keine andere Wahl", sagt Rabenstein. "Die Perspektive ist enorm schwierig. Wir müssten jetzt mit den Vorbereitungen anfangen, das können wir nicht weiter hinausschieben."

Die Beteiligten schmerzt die erneute Absage. Doch eine Alternative gibt es nicht. Ein Wettbewerb, egal ob mit 150, 400 oder 800 Teilnehmern, lasse sich nach dem derzeitigen Infektionsgeschehen nicht verantwortungsvoll umsetzen. Mit weniger Startern wäre das Event auch ein "Minus-Geschäft", das sich der Verein nicht leisten kann. "Wir hatten überlegt, ein Swim & Run zu planen", dann würden die immensen Kosten für die Absperrung der Radstrecke wegfallen. "Doch das ist kein Erlanger Triathlon mehr", sagt Rabenstein.

"Ich kämpfe darum, die Kontakte zu halten"

In normalen Jahren finanzieren die TV-Triathleten die gesamte Abteilungsarbeit mit der Großveranstaltung. Wie sich der erneute Ausfall auswirkt, "können wir erst am Ende des Jahres sagen", meint Rabenstein. Auf Erspartes zurückgreifen können die Organisatoren nicht, weil sie als Abteilung - wie jede andere auch - in den Gesamtverein eingebettet sind.

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Die Veranstaltung in den Herbst zu verschieben, sei keine Option gewesen. "Da gibt es schon so viele Überschneidungen." Der Rennkalender ist extrem dicht - und eine Gewissheit gibt es ja trotzdem nicht. "Wir wollen es aber nicht komplett ausfallen lassen." Deshalb gibt es die Idee, eine interne Abteilungs-Meisterschaft im Herbst durchzuführen. "Das wäre jedoch eine kurzfristige, sehr flexible Organisation für eine begrenzte Teilnehmerzahl."


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Der Triathlon-Abteilung schließen sich auch in der Coronakrise weiterhin Mitglieder an, anders als in anderen Sparten des Vereins. Doch weil die Großveranstaltung als Höhepunkt bereits im zweiten Jahr hintereinander fehlt, wächst der "Abstand zu allen Mitgliedern und Mitarbeitern, Helfern, Athleten und Sponsoren", sagt Rabenstein. "Ich kämpfe darum, die Kontakte zu halten, damit es irgendwann wieder einen Erlanger Triathlon gibt." Der nächste ist für 24. Juli 2022 geplant.

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Intern gibt es allerdings noch offene Fragen. Die bisherige Organisations-Leiterin Jennifer Steib ihren Abschied bekannt gegeben hat. "Grundsätzlich müssen wir mit dem Vereinsvorstand klären, wie der Triathlon unter neuer Leitung organisiert werden kann", sagt Rabenstein. Ehrenamtlich lässt sich eine Veranstaltung dieser Größe nicht mehr stemmen. "Schon die Halbtagsstelle von Jenny war eigentlich zu wenig, um das Event zu organisieren." Nach den zweijährigen Corona-Pause gibt es einen Neuanfang. Zumindest das scheint ist sicher.

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