Fußballkreis Erlangen/Pegnitzgrund

Bomber, Bastion, Dosenöffner: Fünf Fakten aus der Kreisliga 1

20.11.2021, 06:00 Uhr

"Mindestens eine Woche Ausnahmezustand in Langensendelbach": Patrick Hagen hätte für einen möglichen Aufstieg in die Bezirksliga schon ein paar Pläne.   © Sportfoto Zink / Wolfgang Zink, NN

Die Bastion der Liga: SV Langensendelbach

Platz zwei steht für Langensendelbach zur Winterpause auf dem Papier. Neben einem ausgeglichenen Kader und zwei erfahrenen Spielertrainern ist vor allem die Heimstärke ein großes Plus des Teams: Die SV-Sportanlage gleicht bislang einer Festung, noch keine einzige Niederlage musste die Mannschaft auf heimischem Geläuf hinnehmen. "Es war uns schon immer wichtig, zu untermauern, dass Zuhause die Punkte bei uns bleiben. Daheim treten wir sehr dominant und selbstbewusst auf, das wollen wir auch die Saison hinweg durchziehen", sagt SV-Spielertrainer Patrick Hagen über die bemerkenswerte Heimbilanz. Der Aufstieg sei zwar "kein Ziel vor der Saison" gewesen, "aber wenn du nach 18 spielen auf Rang zwei stehst, versuchst du natürlich, so lange wie möglich ganz oben mit zu mischen", sagt Hagen. "Falls das irgendwann klappt, wird es wohl mindestens eine Woche Ausnahmezustand in Langensendelbach geben."

Die Enttäuschung der Liga: ASV Niederndorf

Nach zwei dritten Plätzen stand der ASV Niederndorf bei vielen Außenstehenden auf der Suche nach einem Aufstiegsfavoriten hoch im Kurs. Zur Winterpause ist die Situation für das Team von Trainer Costa Büle mit einem zehnten Platz jedoch ernüchternd. "Enttäuschung klingt etwas hart, aber wenn man ehrlich ist, ist das vom Grundgedanken schon verständlich. Die Saison war für uns bislang nicht einfach und wir konnten die speziellen Herausforderungen nicht so gut lösen, wie die anderen Mannschaften", zieht ASV-Abteilungsleiter Sebastian Bohn Resümee. In der kommenden Vorbereitung will das Team voll Gas geben und so Boden gutmachen.

Die Entdeckung der Saison: Jan Kaiser, TSV Lonnerstadt

Wirklich sicher, ob er in der richtigen Kategorie gelandet ist, ist sich Jan Kaiser nicht: Der Offensivmann des TSV Lonnerstadt konnte in dieser Saison erst sieben Spiele absolvieren, traf allerdings schon elfmal und stellte damit seinen persönlichen Bestwert ein. "Ich habe so wenige Spiele gemacht, eigentlich könnte das auch die Enttäuschung der Saison sein. Auch in den sieben Spielen musste ich zweimal in der Anfangsphase verletzt ausgewechselt werden", sagt Kaiser. Grund an seiner Torgefahr hätten auch seine Mitspieler: "In der Corona-Pause hab ich mit dem Benni Bär das Heft in die Hand genommen und mit den Jungs richtig Gas gegeben. Davon profitiert jetzt die ganze Mannschaft."

Der Bomber der Liga: Richard Vidal-Camejo, SpVgg Zeckern

Der Kampf um die Torjägerkrone der Kreisliga 1 scheint schon zur Winterpause entschieden: Bereits sage und schreibe 24-mal netzte Richard Vidal-Camejo in dieser Spielzeit ein, dafür benötigte er nur 13 Spiele. "Es ist mein erstes Jahr in der Kreisliga, aber ich fühle mich superwohl bei der SpVgg und treffe daher aktuell schon fast, wie ich will", freut sich Zeckerns Angreifer über den Saisonverlauf. Yannik Jassmann, der auf Platz zwei der Torjägertabelle steht, traf gerade einmal halb so oft. "Ich wollte bis zum Winter zehn Tore machen und jetzt sind es eben mehr geworden. Mein Ziel ist es jetzt, erstmal über 30 zu kommen. Da fehlt ja nicht mehr viel", blickt Vidal-Camejo nach vorne.

"Die Mannschaft hat die Gier, das erste Tor im Spiel zu schießen": Am Ende aber versenkt Bless Fiebig das Ding meistens selbst zum 1:0. © Sportfoto Zink / Wolfgang Zink, NN

Der Dosenöffner der Liga: Bless Fiebig, ATSV Erlangen

Mit einem Torverhältnis von 61:13 belegt der ATSV Erlangen vollkommen zu Recht ersten Tabellenplatz. Zur Winterpause beträgt der Vorsprung auf Rang zwei sechs Zähler. Ein wichtiger Baustein für den Erfolg ist Offensivmann Bless Fiebig: Schon sechsmal traf dieser zur 1:0-Führung und legte so sechsmal den Grundstein für den Dreier. "Da muss man zuallererst die Mannschaft nennen, die mich unterstützt und auch die Gier hat, das erste Tor im Spiel zu schießen", sagt Fiebig. Elfmal traf er insgesamt - so kann es aus seiner Sicht weitergehen: "Natürlich steht der Spaß auch bei mir und der Mannschaft im Vordergrund, was auch ein Grund ist, dass mir der Dosenöffner im Spiel gelingt."

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