Mittwoch, 25.11.2020

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Club-Profi Singh sitzt 14 Tage in Hotel-Quarantäne

Wegen Corona gestaltet sich private Reise nach Neuseeland äußerst kompliziert - 15.11.2020 14:44 Uhr

Heimaturlaub mit Hindernissen: Sarpreet Singh (re.).

15.11.2020 © Sportfoto Zink / Daniel Marr, NN


Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erleben – oder sich, wie der Fußball-Profi Sarpreet Singh vom 1. FC Nürnberg, erst mal fürchterlich langweilen.


Die Winterpause fällt beim Club diesmal aus


Am 8. November hatte sein Verein mitgeteilt, dass der Neuseeländer in den nächsten drei Wochen "nicht zur Verfügung" stehen werde. Der Grund für seine Dienstunfähigkeit: eine private Reise in seine Heimat und damit ans andere Ende der Welt. Der offensive Mittelfeldspieler, so wird Sportvorstand Dieter Hecking auf fcn.de zitiert, müsse "wichtige persönliche Anliegen" regeln, und zwar vor Ort. Aufgrund der langen An- und Abreise "bindet er seinen Aufenthalt nun in eine Länderspielpause ein".

Für Hin- und Rückflüge inklusive Zwischenstopps können insgesamt schon mal zweieinhalb bis drei Tage draufgehen. Bleiben von den 21 gewährten immerhin rund 18. Von denen Singh seit seiner Ankunft weitere 14 in einem so genannten Quarantäne-Hotel verbringen muss, wie der Club jetzt bestätigte. Was so viel heißt wie: 14 Tage eingesperrt. Mit etwas Glück in einer luxuriösen Unterkunft mit Meerblick, mit etwas Pech in einer Zwei-Sterne-Klitsche neben einer Schnellstraße.

"Kurzer Hofgang"

Wie es Singh erwischt hat, ist seinem Arbeitgeber bislang nicht bekannt. Fit hält er sich auf einem Ergometer oder Laufband oder auf dem Hotel-Gelände, das er in den zwei Wochen nicht verlassen darf. Die neuseeländische Regierung ist streng, auch gegenüber Fußball-Nationalspielern, hat die Pandemie so aber auch recht gut unter Kontrolle gebracht. Nach 100 Tagen ohne Infektionen gab es kürzlich in der Millionen-Stadt Auckland einen neuen Ausbruch, der mit einem zügig verordneten, weiteren Lockdown eingedämmt werden soll.

Folge 68: Make Club great again

Die Zahl der aktiven Fälle ist auch deswegen nach wie vor niedrig, weil sämtliche Heim- und Rückkehrer umgehend in eine 14-tägige Hotel-Quarantäne verabschiedet werden, darunter jetzt auch Sarpreet Singh. "Mit kurzem täglichen Hofgang", wie eine Nachrichtenagentur schreibt. Und überwacht von Sicherheitsleuten.

Viel Zeit bleibt ihm danach jedenfalls nicht mehr, um seine "wichtigen persönlichen Anliegen" zu regeln, am oder unmittelbar nach dem letzten November-Wochenende wird er wieder zurückerwartet. Die Club-Spiele in Osnabrück und gegen Fürth finden jedenfalls ohne ihn statt.

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