2022 kommt ein Crossfit-Konzept

Der Wrestling Run in Laubendorf ist Geschichte

13.7.2021, 12:59 Uhr
Frisch eingeseift robbt dieser Läufer durch Autoreifen. Es sieht anstrengend aus, scheint aber, seinem Gesichtsausdruck nach zu urteilen, Spaß zu machen.

Frisch eingeseift robbt dieser Läufer durch Autoreifen. Es sieht anstrengend aus, scheint aber, seinem Gesichtsausdruck nach zu urteilen, Spaß zu machen. © Foto: Frank Kreuzer

Fast hätten der Starkregen und die Überschwemmungen im Landkreis noch einen Strich durch die Rechnung der fünften Auflage des Wrestling Runs in Laubendorf gemacht. Aber pünktlich zum Wettkampftag herrschten optimale Bedingungen für die Athleten, die sich an den Hindernissen wie den Terence Hill, also den Laubendorfer Skihang, oder den Chrystal Lake, besser bekannt als der Weiher am Altbuchbach, beweisen mussten.


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Das Wetter war aber nicht der einzige Gegner, den es vor der Veranstaltung zu bezwingen gab. Nachdem die Ringerabteilung der Sportfreunde Laubendorf vergangenes Jahr wegen der Pandemie den Lauf ganz absagen mussten, war es auch heuer lange Zeit nicht klar, welche Hygieneschutz-Maßnahmen notwendig sind und ob die Virusvarianten den Termin nicht ganz zum Kippen bringen.

Es hat etwas von einem Trainings-Camp für Soldaten. Diese Bretterwand stellt für die Teilnehmer des Wrestling Runs ein leichtes Hindernis dar.

Es hat etwas von einem Trainings-Camp für Soldaten. Diese Bretterwand stellt für die Teilnehmer des Wrestling Runs ein leichtes Hindernis dar. © Foto: Frank Kreuzer

Durch die bereitgestellten Außenduschen und der Maskenpflicht auf dem Veranstaltungsgelände durften die Verantwortlichen aber letztendlich den Daumen heben. Der beliebte Kids-Run fiel dagegen leider aus.

Bis zu 50 Grundstücksbesitzer mussten zusagen

Für den ersten Lauf dieser Art seit mehr als eineinhalb Jahren war die Resonanz der Teilnehmer verhalten, aber noch in Ordnung. Viele scheuten wohl die Strapazen, scheint die Ausdauer und der Fitnessgrad in den Monaten der Lockdowns doch bei einigen gelitten zu haben. So durfte Mitorganisator Sascha Emmrich insgesamt knapp 150 Teilnehmer, verteilt auf die Acht-, 16- und 20- Kilometer-Distanzen, begrüßen.

Schon im Vorfeld hatte die veranstaltende Ringerabteilung der Sportfreunde bekanntgegeben, dass der diesjährige Lauf der letzte seiner Art sein werde. Emmrich begründet das mit dem hohen organisatorischen Aufwand für diese relativ kleine Veranstaltung, beispielsweise müssen bis zu 50 Besitzer angefragt werden, ob die Strecke durch die entsprechenden Wald- und Flurstücke führen darf. Und das ist nur eine der Hürden, die es zu bewältigen gilt.

Aber es besteht Hoffnung, dass nächstes Jahr eine neue Veranstaltung ins Leben gerufen wird. Hierbei handelt es sich nicht mehr um einen Hindernislauf, sondern um einen Wettkampf, der auf der Crossfit-Trainingsmethode basieren wird. Das Positive hierbei: Der Wettkampf kann komplett auf dem Gelände der Sportfreunde stattfinden.

Sieger vom OCR Munich

Unabhängig davon zeigten auch in diesem Jahr wieder viele eine großartige Leistung auf der Strecke. Jeder Athlet wurde bei der Zielankunft bejubelt und vielen Teilnehmern war während des Laufens und am Ende anzumerken, dass die Veranstaltung wieder bestens organisiert war.

Sieger bei den Warriors, der 20-Kilometer-Strecke, war Frank Röllich vom OCR Munich, der sich damit zum zweiten Mal Platz eins sicherte. Bei den Frauen gewann diese Distanz Lisa Helm. Die weiteren Gewinner: Sindy Meyer (16 km), Sophia Grimm (acht km), Marco Neumann (16 km) und Jonas Enschler (acht km).


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Nach den Siegerehrungen durften sich auch die Organisatoren noch den verdienten Applaus abholen. Vielfach hörte man den Wunsch nach einer vielleicht doch möglichen Neuauflage.

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