Samstag, 23.01.2021

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Einst kleiner Nachbar lässt FCN im Derby alt aussehen

Ganze zwölf Plätze trennen Fürth und Nürnberg nun in der Tabelle - 30.11.2020 06:00 Uhr

Gegen Fürth konnte der Club nicht an den Sieg in Osnabrück anknüpfen und sitzt stattdessen wieder etwas ratlos am Boden.

29.11.2020 © Sportfoto Zink / Daniel Marr, Sportfoto Zink / Daniel Marr


Zwölf Kilometer liegen angeblich nur zwischen dem Nürnberger und dem Fürther Stadion. Das ist nicht viel, sportlich hingegen wäre eine Distanz wie diese mindestens ein Klassenunterschied. Den es in der nächsten Fußball-Saison tatsächlich geben könnte.


Fünf Treffer in wildem Frankenderby: So reagiert das Netz


Selbst wenn der 1. FC Nürnberg im Frühjahr 2021 ausnahmsweise mal nicht absteigt, droht der einst kleine Nachbar davonzuziehen. Seit Sonntagnachmittag und dem 3:2-Erfolg im 267. Derby ist die SpVgg Greuther Fürth tatsächlich Tabellenführer. Zwölf Plätze dahinter, die sich gerade anfühlen wie zwölf Kilometer: der Club. Mit einer Derby-Bilanz in den vergangenen zwei Jahrzehnten, die sich auch als Stoff für einen Horrorstreifen eignen würde.

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Frust pur: So geschockt war der FCN nach dem Schlusspfiff!

Es war ein Tag zum Vergessen für den 1. FC Nürnberg: Das Frankenderby im eigenen Stadion verloren, dazu erklimmt Greuther Fürth durch den Sieg auch noch die Tabellenführung. Nach Schlusspfiff setzte beim Club dann erstmal die Schockstarre ein – wir haben die emotionalen Bilder!


Die zwei Vergleiche binnen sechs Tagen mit den zuvor jeweils Tabellenzweiten lassen den 1. FC Nürnberg mit gemischten Gefühlen zurück. Viel fehlte nach dem 4:1 in Osnabrück auch am Sonntag nicht, um wenigstens nicht zu verlieren. Die SpVgg Greuther Fürth hingegen wollte unbedingt gewinnen.

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Zu spät aufgewacht: Die FCN-Verlierer in der Derby-Kritik

Der Sieg in Osnabrück hätte die Wende für einen bis dahin regelmäßig stolpernden Club sein sollen, doch das Derby und vor allem die Fürther kamen da wohl etwas zu früh. Über weite Strecken hatten die Nürnberger Probleme, dem Tempo des Fürther Spiels zu folgen, und drehten erst in der Schlussphase etwas auf. NZ-Sportredakteur Uli Digmayer liefert die Noten und Einzelkritiken für die FCN-Akteure bei der 2:3-Derby-Niederlage.


Frankens große Traditionsvereine unterschieden sich gerade wohl vor allem in der Mentalität. Auch die Qualität, aus wenig viel zu machen, lässt die Fürther zurecht von der ersten Liga träumen. Die Nürnberger, immerhin mit dem viertgrößten Etat aller 18 Vereinen unterwegs, alpträumen hingegen mal wieder von der dritten. Oder immer noch.

Wo das alles noch hinführt, lässt sich nach einem guten Viertel der Saison natürlich nicht sagen. Sollte Fürth auf- und der Club zumindest nicht absteigen, wären die Nürnberger zumindest eine ihrer Sorgen los. Das übernächste Derby wäre dann frühestens im Sommer 2022.

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Doppel-Nielsen und FCN-Frust: Kleeblatt gewinnt Geisterderby

In der 267. Auflage des ältesten Derbys Deutschlands empfängt der noch immer nicht auf festen Beinen stehende FCN die SpVgg Greuther Fürth, die mit vier Siegen in Folge in die bedeutsame Partie geht. Aufgrund der Pandemie muss natürlich auch das Prestige-Derby vor leeren Rängen gespielt werden. Die Fans vor den Fernsehern sehen vor allem überlegene Fürther, die am Ende etwas nachlassen, trotz Last-Minute-Chancen für den Club aber nicht unverdient mit 3:2 gewinnen und an die Tabellenspitze springen. Die Bilder zum Derby!


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