FCN: Palikuca wehrt sich gegen Vorwürfe im Fall Jatta

29.1.2020, 17:55 Uhr
So nicht! Die Vorwürfe im Fall Jatta gegen Robert Palikuca zu weit.

So nicht! Die Vorwürfe im Fall Jatta gegen Robert Palikuca zu weit. © Sportfoto Zink / DaMa

Nach einer von der Sport-Bild entfachten Kontroverse um die vermeintlich falsche Identität des gambischen HSV-Profis Bakery Jatta hatte der 1. FC Nürnberg im Sommer aus formaljuristischen Gründen bei der DFL fristgerecht Einspruch gegen die Wertung der vorangegangenen 0:4-Heimniederlage eingelegt. Das umstrittene Vorgehen bescherte dem Club und vor allem seinem Sportvorstand Robert Palikuca bundesweit einen massiven Shitstorm. Das Wiedersehen am Donnerstag im Volksparkstadion lässt die Emotionen erneut hochkochen.


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Ihr Hamburger Kollege Jonas Boldt hat in Anspielung auf den Fall Jatta verkündet, man habe mit dem Club noch "eine kleine Rechnung offen". Sind Sie überrascht, dass der Sportvorstand des Gegners das brisante Thema wieder aufgreift, um vor dem Spiel (Donnerstag, 20:30 Uhr, Liveticker auf nordbayern.de) die Stimmung anzuheizen?

Robert Palikuca: Nein, bin ich nicht. Das ist legitim. Jeder vertritt die Interessen seines Vereins. Grundsätzlich geht es in dem Spiel aber um Fußball und Punkte.

Was hätte man als 1. FCN im Sommer denn anders machen müssen oder können, um diese Angelegenheit nicht so eskalieren zu lassen?

Palikuca: Wir hätten wahrscheinlich deutlicher unsere Beweggründe kommunizieren müssen. Nämlich, dass es nicht um das Ergaunern von sportlich zurecht verlorenen Punkten ging oder um den Menschen Bakery Jatta, sondern um das Einhalten von Fristen und das Wahren von Vereinsinteressen. Das war ein Fehler von mir.

Wie sehr haben Sie die persönlichen Anfeindungen, die ja sogar in Rassismusvorwürfen gipfelten, getroffen?

Palikuca: Als Funktionär in einer beliebten Sportart wie Fußball muss man mit Kritik, die auch mal deutlicher ausfallen kann, leben. Mir allerdings Rassismus zu unterstellen, ist absurd und sehr weit an der Realität vorbei.

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