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Fürth war früher! Keita-Ruel stürmt nach Sandhausen

Vertrag mit dem Torjäger war in der Kleeblattstadt nicht verlängert worden - 31.07.2020 14:07 Uhr

Ade, du Abschlussspieler! In seinem letzten Spiel für Fürth, bei der Heimniederlage gegen den KSC, traf Daniel Keita-Ruel übrigens auch.

© Sportfoto Zink/WoZi


  Nach Informationen der Fürther Nachrichten ist klar, worum es Spätzünder Keita-Ruel ging: um einen vorletzten gut dotierten Vertrag in seiner kurzen Karriere. Zwei Jahre hat er sich an die Kurpfälzer gebunden. Den FN verriet er zum Abschied sein Ziel: "15 Tore."

"Ein Qualitätsstürmer" und eine riesige Lücke 

Beim SV Sandhausen, in der abgelaufenen Saison Tabellenzehnter mit nur einem Zähler weniger als Fürth, hatte man sich schon länger mit Keita-Ruel befasst. "Wir haben uns früh festgelegt, dass wir im Sturm nachlegen wollen. Die Personalie Daniel Keita-Ruel haben wir schon länger verfolgt", lässt sich Mikayil Kabaca, sportlicher Leiter des SVS, auf der Vereinshomepage zitieren. "Wir sind wirklich froh, dass wir einen solchen Qualitätsstürmer zu unseren beiden Spitzen Kevin Behrens und Aziz Bouhaddouz dazugewinnen konnten."

Keita-Ruel hinterlässt sportlich eine riesige Lücke im Kleeblatt-Kader, 19 Tore in 57 Zweitligaspielen sprechen eine deutliche Sprache. Zudem war der laufstarke Athlet im Pressing der erste Verteidiger von Fürths Trainer Stefan Leitl. Was am Hardtwald Freude auslöst, erregt rund um den Ronhof die Gemüter. Die meistgestellte Frage der Fans lautet: Zahlt Sandhausen mittlerweile besser als die Spielvereinigung. Die Antwort liefert dieser Transfer: Ja.

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War es nun eine gute Saison, eine solide oder doch eine enttäuschende nach dem Abrutschen der SpVgg Greuther Fürth von Rang fünf auf Platz neun nach der Corona-Pause? Wir haben uns in der Fanszene umgehört. Es fällt auf: Die Stimmung bei den Anhängern ist gut.


Keita-Ruels Karriere kam erst mit Verzögerung ins Rollen. Er verbüßte eine Gefängnisstrafe und biss sich danach von der vierten bis in die zweite Liga durch. Über sein damaliges und heutiges Leben veröffentlichte er seine Biografie "Zweite Chance", das er während seiner Profizeit in Fürth vorstellte. In Sandhausen kommt es zum Wiedersehen mit seinem Ex-Trainer Uwe Koschinat, der bereits bei Drittligist Fortuna Köln sein Vorgesetzter war. Nun müssen die Fürther am Sonntag ohne ihren Torjäger den Trainingsauftakt auf der Kronacher Hard begehen. Wegen der Vorsichtsmaßnahmen aufgrund der Pandemie sind keine Zaungäste erlaubt. 

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