Erlangen bietet Spitzenteam Paroli

Gelungene Meisterprüfung: Der HCE gefällt gegen Magdeburg

Andreas Pöllinger
Andreas Pöllinger

Sport-Redaktion

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21.8.2022, 18:46 Uhr
Gegen Deutschlands amtierenden Handball-Champion aus Magdeburg machte Nico Büdels HC Erlangen einen wirklich guten Eindruck.

© Sportfoto Zink / Boris Schumacher, Sportfoto Zink / Boris Schumacher Gegen Deutschlands amtierenden Handball-Champion aus Magdeburg machte Nico Büdels HC Erlangen einen wirklich guten Eindruck.

Dass man dem SC Magdeburg zuletzt gerne begegnet war, betonte vor dem Testspiel-Treff am Sonntag auch Sebastian Firnhaber. "In der Hin- und Rückrunde haben wir sehr gute Leistungen gezeigt", erinnerte Erlangens Kapitän an die engen Duelle in der Bundesliga.

Mutmacher trotz Niederlage

Vor der vergangenen Spielzeit hatte sich Firnhabers HCE mit Magdeburg ebenfalls in Halle zur Überprüfung seiner Frühform verabredet. "Dort aber ordentlich auf den Sack gekriegt." Während sich die nachlassende Agilität bei der 22:34-Schlappe damals als zu große Bürde erwies, sendete das Team aus der Börde vor seiner Meistersaison einen deutlichen Fingerzeig. Auf jeden Fall besser machen als im September wollte man es folglich beim Wiedersehen mit Deutschlands Handball-Champ. Was beim neuerlichen Härtetest an der Nietlebener Straße dann auch gelang. Das 33:36 (19:20) darf Erlangen Mut machen für den Bundesliga-Auftakt gegen Wetzlar.

"Magdeburg spielt einen unheimlich schnellen Ball und ist technisch hochversiert", hatte Chefcoach Raul Alonso schon vor der Standortbestimmung gegen den SCM die Vorzüge der Spitzenmannschaft hervorgehoben. Und auch deren enorm gute Abstimmung und hohe individuelle Qualität zur Sprache gebracht.

Bissel dreht's wieder um

Gut abgestimmt und flott in der Vorwärtsbewegung zeigte sich zum Start ins Testspiel allerdings auch der HCE. Hampus Olsson und Firnhaber organisierten Erlangen eine frühe 2:0-Führung, die Schlussmann Klemen Ferlin mit einer prima Parade zunächst behaupten konnte. Die Stärke des SCM fand in einem kurzweiligen Kräftemessen spätestens in der sechsten Minute Ausdruck, als Kapitän O‘ Sullivan den Favoriten erstmals in Front warf. Olsson nach herrlichem Büdel-Pass, Nico Büdel selbst, Torgarant Tim Zechel, Firnhaber und Simon Jeppsson ließen Magdeburg jedoch nicht davonziehen. Zwei Treffer von Christopher Bissel binnen kurzer Zeit bedeuteten vielmehr das 17:16 für einen im Angriff variablen HCE, der zur Pause gleichwohl in einen 19:20-Rückstand einwilligen musste.

Jepsson, der kurz nach Wiederbeginn ausglich und Zugang Manuel Zehnder mit einem Prachtwurf gaben Hoffnung, dass es ebenso gut weitergehen würde für den HCE. Doch dieser präsentierte sich im Abschluss nun häufiger zu überhastet und in seinen Umschaltmomenten zu unpräzise. Exemplarisch Antonio Metzner, der gegen den zwischenzeitlich auf sieben Treffer enteilten Meister trotzdem Erlangens 24. Treffer markierte.

Spielglück hatte der HCE nun eher selten, Moral und Kampfkraft jedoch noch jede Menge. Firnhaber brachte Erlangen in der Schlussphase noch einmal auf zwei Tore heran. Johannes Sellins schicker Dreher in der Schlusssekunde fixierte den Endstand - und auf der Zielgerade der Vorbereitung eine durchaus gelungene Meisterprüfung.

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