Erfolgsmannschaft gastiert bei punktlosen Sachsen

Gute Gründe für einen Sieg in Leipzig: HCE-Kapitän Firnhaber weiß, wie's funktioniert

Andreas Pöllinger
Andreas Pöllinger

Sport-Redaktion

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21.9.2022, 12:59 Uhr
Mit geballter Faust zum nächsten Maximalerfolg? Sebastian Firnhabers Erlanger wollen ihre wunderbare Serie beim SC DHfK Leipzig verlängern.

© Sportfoto Zink / Daniel Marr, Sportfoto Zink / Daniel Marr Mit geballter Faust zum nächsten Maximalerfolg? Sebastian Firnhabers Erlanger wollen ihre wunderbare Serie beim SC DHfK Leipzig verlängern.

Den Plan für den phänomenalen Bundesliga-Start hatte Sebastian Firnhaber schon vor Wochen präsentiert. "Wir wollen die ersten Partien alle gewinnen", sagte der neue Kapitän des HC Erlangen bei der Saisoneröffnung und erntete auf dem Schlossplatz dafür viel Applaus.

Variabilität und mehr

Warum der Plan aufgegangen ist, erklärt Firnhaber vier Spiele und vier Siege später mit "harter Arbeit". Sein Team hätte "in der Vorbereitung Gas gegeben und schwere Tests gemeistert", wäre darüber weiter zusammengewachsen. "Unsere Variabilität in der Deckung stellt die Gegner vor immer neue Aufgaben", nennt Erlangens im Innenblock beherzt zugreifende Fachkraft ein weiteres Pfund, mit dem man am Donnerstag auch in Leipzig wuchern will Verbunden mit der vorteilhaft ausgeprägten Eigenschaft, "Phasen, in denen es nicht so läuft, geschlossen als Mannschaft zu überstehen", so der 28-Jährige.

Wenn Firnhabers formstarke Erlanger am Sportforum den Neunten der Vorsaison treffen, begegnet der HCE einem Kontrahenten, der von der anderen Stimmungsseite grüßt. Während Erlangen seine vier Partien bislang gewonnen hat, haben die Sachsen ihre bisherigen Saisonspiele allesamt verloren. Gegen Rekordmeister Kiel und wiedererstarkte Rhein-Neckar Löwen war dies verständlich, gegen Hamburg in Form des 22:23 in letzter Sekunde für den SC DHfK einfach nur ärgerlich.

Schlimmes vor Silvester

"Wir haben häufig schon schlecht ausgesehen in Leipzig. Das wollen wir natürlich ändern", betont Firnhaber, der den grün-weißen Brass mit seinem Team verstärken will. In den Auswärtsduellen mit dem Sportclub der Deutschen Hochschule für Körperkultur in Liga eins musste der HCE stets eine Niederlage hinnehmen. Die letzte, kurz vor Silvester, geriet besonders schlimm. Und hatte in der Aufarbeitung das Arbeitsende von Trainer Michael Haas zur Folge.

"Die Voraussetzungen sind jetzt andere", weiß Flamme vor dem erneuten Kräftemessen mit den Messestädtern. "Wir müssen alles auf die Platte bringen", definiert Erlangens Kreisläufer gleichwohl die Grundlage für den fünften Sieg. "Die werden uns mit dem Messer zwischen den Zähnen begegnen", warnt Firnhaber. Und hebt hervor, dass der Tabellenstand den eigentlichen Machtverhältnissen nicht entspricht, verletzungsgeplagte Leipziger eine auf Kurskorrektur drängende Mannschaft hätten, die dem HCE "komplett gleichwertig" sei.

Am Sonntag geht's schon weiter

"Ich erwarte ein Spiel, das hart umkämpft und lange ausgeglichen ist", prognostiziert Erlangens Kapitän. Ein Partie, in welcher "wir hochmotiviert sind, alles reinzulegen, um danach schnell zu regenerieren". Am Sonntag (16.05 Uhr), so will es der Spielplan, geht es für Firnhabers phänomenalen HCE schließlich schon mit dem Heimspiel gegen Melsungen weiter.

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