Bereit für den BHC

Hellwach ins nächste Heimspiel: Der HCE freut sich auf seine Fans

Andreas Pöllinger
Andreas Pöllinger

Sport-Redaktion

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5.10.2022, 14:59 Uhr
War bei der letzten Begegnung mit dem BHC Erlangens bester Werfer: Simon Jeppsson.

© Sportfoto Zink / Daniel Marr, Sportfoto Zink / Daniel Marr War bei der letzten Begegnung mit dem BHC Erlangens bester Werfer: Simon Jeppsson.

Auf Heimspiele darf man sich als Anhänger des HC Erlangen derzeit mächtig freuen. Das gilt auch für das Duell mit dem Bergischen HC, den Frankens Handball-Bundesligist am Donnerstag (19.05 Uhr, Sky) in der Arena Nürnberger Versicherung trifft. Dass man auf eigener Platte noch ungeschlagen ist, verdankt der HCE neben seiner famosen Frühform Christoph Steinert, der beim letzten Heimspiel gegen Melsungen vier Sekunden vor Schluss keine Nerven zeigte und nicht nachlassenden Hausherren gegen starke Nordhessen vom Siebenmeterstrich ein Unentschieden sicherte.

Im Gegensatz zum HCE war das Sekundenglück zuletzt nicht auf Seiten der Bergischen. Sowohl gegen die Rhein-Neckar Löwen als auch in Stuttgart musste der BHC mit der Schlusssirene eine Niederlage quittieren. Dass sich das besonders in Bad Cannstatt bitter anfühlte für das seit drei Spielen sieglose Team hatte auch damit zu tun, dass man in Stuttgart fünf Tore vorne war zur Pause. Mit einer ordentlichen Portion Wut im Bauch ob der zuletzt ausbleibenden Erfolge darf man den Fusionsverein aus Wuppertal und Solingen, der die Vorsaison einen Rang vor Erlangen auf Platz elf abschloss, folglich am Kurt-Leucht-Weg erwarten.

Findungsprozess nach der Hinze-Ära

"Der BHC wird uns mit hohem Tempo alles abverlangen", erklärt entsprechend auch Raul Alonso, Erlangens Trainer. "Wir müssen von Beginn an hellwach und fokussiert sein", leitet der HCE-Coach als Arbeitsauftrag daraus ab. Leicht – das ist klar – wird die Kraftprobe keinesfalls werden mit einem Gegner, der nach zehn Jahren Sebastian Hinze seit dieser Saison vom 36 Jahre jungen Jamal Naji trainiert wird und sich daher logischerweise noch finden muss.

Die Erinnerung an die letzte Auseinandersetzung mit dem BHC in Nürnberg? Ist aus fränkischer Sicht derweil eine sehr schöne. Anfang April gelang dem HCE mit einer durchweg fokussierten Leistung ein 30:23-Heimerfolg. Und nach drei sieglosen Spielen in Serie rechtzeitig vor dem Final Four in Hamburg die Stimmungsumkehr, an der sich Simon Jeppsson mit sieben Treffern als bester Werfer wurfgewaltig beteiligte.

Fäth ist wieder fit

Beim Wiedersehen mit den Bergischen Anfang Oktober könnte Steffen Fäth eine Option im Aufgebot der Gastgeber sein. Der Europameister von 2016 mischte nach auskurierter Ellbogenverletzung zuletzt wieder eifrig im Mannschaftstraining mit.

"Wir wissen, dass uns das Publikum hervorragend unterstützt und hinter uns steht. Und dass es in der Arena, wenn wir wie gegen Melsungen bereit sind zu kämpfen, gehörigen Druck auf den Gegner aufbauen kann", sagt Raul Alonso. Der Funke soll in diesem Heimspiel dabei bereits von Beginn an überspringen. Der Trainer freut sich bereits mächtig auf die HCE-Anhänger.

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