Der HCE-Kapitän ist (beinahe) sprachlos

Keine Antwort nach der Pause: Firnhabers neue Serie muss später starten

Andreas Pöllinger
Andreas Pöllinger

Sport-Redaktion

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28.11.2022, 14:20 Uhr
Sein HCE muss wieder an Durchsetzungsstärke gewinnen: Sebastian Firnhaber.

© Sportfoto Zink / Wolfgang Zink Sein HCE muss wieder an Durchsetzungsstärke gewinnen: Sebastian Firnhaber.

Die Antwort des Kapitäns war eigentlich keine. Oder doch. "Ich kann es mir so kurz nach dem Spiel nicht erklären", sagte Sebastian Firnhaber. Und rang am Mikrofon des Bezahlsenders Sky nach Worten. "Vor der Pause haben wir ein super Angriffsspiel gehabt", befand der HCE-Frontmann. "Im zweiten Durchgang kriegen wir dann gar nichts mehr auf die Platte", lautete das ernüchternde Resümee von Erlangens Abwehrchef, der nach der Partie die Mängel auch im Defensivbereich verortete.

Probleme überall

Während Lemgo trotz Anlaufschwierigkeiten beinahe die komplette Partie hinweg "diszipliniert gespielt" habe, hätte Firnhabers HCE eben "nicht bis zum Ballgewinn verteidigt, sondern kurz davor ein Tor gekriegt". Oft und zu viele. Vor allem im zweiten Durchgang. Trotz gelungener erster Hälfte. Selbst markierte man derweil keine Treffer mehr - und das über fast neuneinhalb Minuten nach Wiederbeginn.

Die Partie verlor der Tabellensechste, weil er die Konsequenz in Abwehr und Angriff, die das Team von Raul Alonso im ersten Spielabschnitt noch über weite Strecken gezeigt hatte, in der Lipperlandhalle beinahe vollständig einbüßte. Gegen im Aufwind befindliche Lemgoer konnten auch die Torwart-Paraden, mit denen Ferlin zu Beginn und Obling nach der Pause aufwarteten, dies nur bedingt abfedern.

"Das darf keine Ausrede sein"

Der Leistungseinbruch nach der Pause schlug bei gleichbleibend hoher Lemgoer Qualität auch deshalb ins Kontor, weil der HCE vor 3595 Zuschauern zu oft in Unterzahl war. Erlangens vierte Niederlage in Folge war unter diesen Umständen nicht zu verhindern. Die angespannte Personalsituation – zahlreiche Spieler fehlen dem HCE derzeit verletzt oder angeschlagen – wollte Firnhaber als Entschuldigung allerdings nicht ins Feld führen. "Das darf keine Ausrede sein", erklärte der Kreisläufer geradlinig.

Dass man zum vierten Mal nacheinander verloren hatte, nervte den Kapitän gewaltig. "Eigentlich wollten wir jetzt wieder eine Serie starten", machte Firnhaber seinem Ärger über den Auftritt in Hälfte Luft und deutlich, dass der im ersten Durchgang noch sehr ordentlich verfolgte Auftrag eigentlich ein anderer war.

Die Hoffnung liegt auf dem Dezember

Nach einem verlustreichen November, eingehandelt hat man sich die vier Niederlagen freilich gegen starke Mannschaften, "müssen wir im Dezember richtig Vollgas geben", appellierte Flamme. Einfacher werden die Aufgaben für den HCE zunächst aber nicht. Am Samstag (20.30 Uhr, Sky) gastiert Tabellenführer Berlin im Rahmen der Black Night in Nürnberg.

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