Auswärtsstark auch in Hannover?

Noch drei und dann vorbei: HC Erlangen fokussiert sich auf den Endspurt

Andreas Pöllinger
Andreas Pöllinger

Sport-Redaktion

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4.6.2022, 05:57 Uhr
Luftholen vor den letzten Metern: Drei und nicht wie angezeigt zwei Spiele hat der HCE von Raul Alonso noch vor der Brust. 

© Sportfoto Zink / Wolfgang Zink Luftholen vor den letzten Metern: Drei und nicht wie angezeigt zwei Spiele hat der HCE von Raul Alonso noch vor der Brust. 

Auch bei den Recken wollen sie sich noch einmal richtig strecken. Wenn der in der Fremde zuletzt erfreulich erfolgreiche HCE seine Latte für einen wiederum gelungenen Auswärtsauftritt hochlegt, ist er von Personalsorgen nahezu befreit. Einen Einsatz von Sebastian Firnhaber werden sie aufgrund dessen komplizierter Zehenverletzung nicht forcieren im Saisonendspurt. Ansonsten meldet Trainer Raul Alonso auf der Zielgerade dieser Spielzeit: "Alle Mann an Bord". Und schließt sich vor dem Duell mit der TSV Hannover-Burgdorf am Sonntag (16.05 Uhr/Sky) selbst mit ein.

Direktvergleich und noch kein Sieg

Gegen die Füchse Berlin hatte Erlangens Cheftrainer aufgrund seiner Corona-Erkrankung gefehlt. Gegen im Bundesliga-Klassement auf Rang zwölf und damit zwei Plätze hinter dem HCE verortete Niedersachsen kehrt Alonso als Kommandogeber zurück. Wichtig, erklärt der genesene Coach vor seinem Comeback an der Seitenlinie, wäre ein erfolgreicher Spielausgang für beide Teams. Vom Leistungsvermögen einigermaßen gleichauf eingeordnet, "wird mit Blick auf Tabellensituation in irgendeiner Form auch ein direkter Vergleich zwischen beiden Vereinen am Ende der Saison gezogen werden", erklärt Alonso.

Damit Erlangen den Direktvergleich am Sonntag für sich zu entscheidet, brauche es - betont sein Trainer - eine erneute Topleistung. "Eine sehr starke und auf allen Positionen sehr gut besetzte Mannschaft" nennt Alonso den Kontrahenten am 32. Spieltag - und zum Beleg anschließend zahlreiche Namen. Auch weil einer der sieben bis acht Erwähnten, Ivan Martinovic, im Vorjahr in der Schlussminute traf, hatte Erlangen bei sechs Anläufen in Hannover noch nie Oberhand.

Dass der HCE-Coach die seit Sommer 2021 vom Ex-Bundestrainer Christian Prokop trainierten, in der Deckungsarbeit unerbittliche Recken einen harten Prüfstein bezeichnet? Begründet er auch damit, dass Prokop der Turn- und Sportvereinigung inzwischen eine "eigene Handschrift" gegeben hat, diese zugleich aber aus einer sehr erfolgreichen Ära unter der Anleitung von Antonio Carlos Ortega kommt, der in Hannover eine Spielkultur eingepflanzt hat. Diese Draufsicht auf den Gegner hindert Alonso jedoch nicht daran, zuversichtlich zu sein, diesen Prüfstein und damit auch Erlangens unerfreuliche Hannover-Bilanz beiseite zu schieben. "Wir haben unsere letzten Auswärtsaufgaben extrem gut gemeistert", sagt der Trainer und verweist auf die Siege in Lemgo und Wetzlar.

"Vorbereitet auf den letzten Block"

Drei Spiele in sieben Tagen - das erste davon in Niedersachsens Kapitale. Der Saisonendspurt kann gut werden, glaubt der HCE-Coach. "Wir wollen die notwendige Einstellung für diese Aufgabe zeigen und nach der Pause zuletzt vorbereitet sein für den letzten Block."

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