In Hälfte zwei trifft Erlangen zu selten

Nur beinahe durchgesetzt: Der HCE verliert gegen Göppingen knapp

Andreas Pöllinger
Andreas Pöllinger

Sport-Redaktion

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24.3.2022, 20:51 Uhr
Erfrischte das HCE-Spiel gegen Göppingen, musste die Niederlage aber am Ende gleichsam zur Kenntnis nehmen: Johannes Sellin.

© Sportfoto Zink / Daniel Marr, Sportfoto Zink / Daniel Marr Erfrischte das HCE-Spiel gegen Göppingen, musste die Niederlage aber am Ende gleichsam zur Kenntnis nehmen: Johannes Sellin.

Gewarnt vor Göppingen hatte Raul Alonso ausgiebig. Auf die Wucht und Variabilität der Gäste waren die Spieler des HC Erlangen von ihrem Trainer ausreichend hingewiesen worden. Beim unglücklichen 23:25, das Frankens Bundesliga-Vertreter in Nürnberg quittieren musste, entwickelte Erlangen zumindest im ersten Durchgang allerdings selbst genug Wucht, um Göppingen zu schlagen.

Der HCE startete hellwach in die Auseinandersetzung mit den Schwaben. Klemen Ferlin parierte früh gegen Kresimir Kozina und Jon Lindenchrone. Auf der Gegenseite zeigte sich Simon Jeppsson vom Siebenmeterstrich und als Passgeber wertvoll für die Hausherren. Nach Zuspiel des Schweden beförderte DHB-Frischling Zechel, zuletzt erstmals für die Nationalmannschaft im Einsatz, den Ball in den rechten Winkel. Der HCE führte gegen Frisch auf nach fünf Minuten 3:2.

Erfolgreich eingelaufen

In einem unterhaltsamen Duell machten die Gastgeber unterstützt von einer stimmungsvollen Kulisse auch anschließend einen guten Eindruck. Steffen Fäth, der den unlängst noch coronakranken Nico Büdel in der Rückraummitte ersetzte, entwickelte ein feines Gespür für die Lücken in Göppingens Abwehr. Johannes Sellin, der nach einer Viertelstunde Marcel Schiller enteilte und wenig später per Dreher erfolgreich war, glich zweimal aus. Zwei Tore vorne, von den Heimfans frenetisch gefeiert, war Erlangen, nachdem erst Ferlin überragend gegen Gulliksen gehalten und Kapitän Link bei einem Vorstoß auf 13:11 gestellt hatte. Hartmut Mayerhoffer, den Gäste-Trainer, animierte dies in der 22. Minute zur ersten Auszeit. Nach ihr? Parierte Ferlin munter weiter, lief Sellin erneut erfolgreich ein. Der HCE hielt seine Leistung hoch. Und führte, nachdem Ferlin im Fortlauf eines Kempa-Zuspiels des Göppinger Keepers Zelenovics Wurf unter sich begraben hatte, zur Pause 15:14.

Antonio Metzners Durchsetzungsvermögen hatten die Erlanger kurz nach ihr einen neuerlichen Zwei-Tore-Vorsprung zu verdanken. In der Hinrunde hatte ein anschließend tiefenttäuschter HCE in der Hohenstaufenstadt eine herbe 25:34-Niederlage hinnehmen müssen, beim Wiedersehen am Kurt-Leucht-Weg begegnete er dem Favoriten auf Augenhöhe.

Und dennoch hatte Göppingen das Spiel wenig später gedreht. Verlassen konnten sich die Gäste dabei unter anderem auf den wuchtigen Kozina, der am Kreis Gegner band und Freiraum schuf für seine Mitspieler. Nun war der HCE gefordert. Er lieferte durch Christopher Bissels Prachtwurf und erneut Metzner, 19:19 hieß es nach einer Dreiviertelstunde. Treffer gegen eine verbesserte Frisch-Auf-Defensive fielen dem HCE dennoch jetzt zusehends schwerer. Während die Gäste abgeklärt agierten, agierten die Erlanger und die Schiedsrichter so nicht mehr bis zum Schluss. Eine bittere Niederlage trotz einer über weite Strecken guten Leistung war die Folge.

HC Erlangen: Ferlin, Ziemer - Jeppsson (6/3), Sellin (4), Zechel (4/1), Metzner (3), Fäth (3), Bissel (1), Firnhaber (1), Link (1), Olsson, Leban, Seitz; Jaeger, Overby.

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