Erlangen feiert 30:26-Auswärtssieg

Obenauf in Mittelhessen: Der HCE überzeugt auch in Wetzlar

Andreas Pöllinger
Andreas Pöllinger

Sport-Redaktion

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12.5.2022, 21:02 Uhr
Zwölf Versuche, zwölf Tore: Erlangens Kreisläufer Tim Zechel haute in Wetzlar richtig einen raus.

© Sportfoto Zink / Wolfgang Zink Zwölf Versuche, zwölf Tore: Erlangens Kreisläufer Tim Zechel haute in Wetzlar richtig einen raus.

Gelobt wurde der HCE schon vor der Partie. "Das ist eine heiße Mannschaft, die guten und sehr schnellen Handball spielt", umriss Ben Matschke, der Trainer der Gastgeber, die Vorzüge des fränkischen Handball-Bundesligisten. Untermalt von sanfter Meditationsmusik sprach der für die Fortentwicklung der HSG Wetzlar Verantwortliche auf dem vereinseigenen Videokanal über Erlangens forciertes Tempospiel und über die Fortschritte unter HCE-Coach Alonso - und wurde am Donnerstag darin bestätigt.

Souverän bis fast zum Schluss

Dank eines über weite Strecken souveränen, ausbalancierten Auftritts bleibt der HC Erlangen, der vor der knappen Niederlage gegen die Übermannschaft aus Magdeburg drei Bundesliga-Spiele in Folge gewonnen hatte, auch in Mittelhessen obenauf. Das 30:26 (15:9), welches die von Raul Alonso heißgemachte Mannschaft in Wetzlar feierte, resultierte auch daraus, dass der HCE wie schon gegen den SCM bei der Musik blieb. Zumindest bis in eine wilde Schlussphase hinein.


Von vorne! Nach einem von beiden Teams zunächst recht ungenauen Vortrag setzte der Ex-Wetzlaer Steffen Fäth passgenau Tim Zechel am Kreis in Szene. Und dieser Erlangens Führung in den Spielbericht (3.). Sellins etwas übermütiger Heber bedeutete nicht das 2:0. Zu notieren war dieses, nachdem Klemen Ferlin Holsts Siebenmeter pariert und auf der Gegenseite es Christoph Steinert vom Strich aus besser gemacht hatte (6.). Eine Drei-Tore-Führung für die Gäste bedingte ein erneutes Zusammenspiel von Fäth und Zechel und das 4:1 von Sellin, der bei einem neuerlichen Tempogegenstoß jetzt schnörkelloser abschloss (10.).

Ferlin ist wieder da

Der HCE blieb konzentriert und kompromisslos in der Abwehrarbeit. Und konnte sich auf Steinert als sicheren Siebenmeterschützen und Zechel am Kreis verlassen. Eine Vier-Tore-Führung für die Gäste war vor Viertelstundenfrist zu vermerken. Simon Jeppsson mit seinem 155. Saisontreffer und Zechel mit seinem bereits fünften Tor in dieser Partie hielten den Vorsprung gegenüber dem Europa-Aspiranten konstant, Sellin erzielte das 10:5 (20.). Weil Ferlin, nach Magen-Darm-Infekt zurück in der HCE-Kiste, ein starker Rückhalt blieb und Tim Zechel und Johannes Sellin abgeklärt im Abschluss, führte Erlangen bald schon mit sieben Treffern (24.). Zur Pause hieß es gegen aufgrund der HCE-Stärke fahrige Wetzlaer 15:9 für die Gäste.


Ferlin, ein weiterhin sensationeller Zechel und Steinerts weiterhin vorhandene Treffsicherheit aus sieben Metern dienten den Gästen auch nach der Pause als Ruhekissen. Die Halle in der Wolfgang-Kühle-Straße hatte der HCE zum Schweigen gebracht. Sellin stellte in der 36. Minute auf 20:10 für Erlangen. Lenny Rubin und die HSG wehrten sich nun aber energisch. Der HCE ließ nach, die Führung schmolz gehörig. Die Halle in der Wolfgang-Kühle-Straße war plötzlich wieder da. Es wurde laut, hektisch, auf einmal wieder eng. Nach Spielende durfte sich Erlangen trotzdem ein weiteres Mal berechtigterweise loben lassen.

HC Erlangen: Ferlin, Sonne Hansen – Zechel (12), Sellin (6), Steinert (5), Jeppsson (4), Bissel (2), Metzner (1), Fäth, Link, Jaeger, Kellner, Leban, Overby, Seitz, Büdel.

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