Topteam aus Berlin nutzt frühen Vorsprung

Stress in der Mittelschulhalle: Erlangen verschläft seinen Abschlusstest fast

Andreas Pöllinger
Andreas Pöllinger

Online-Redaktion, Sport

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25.8.2022, 20:54 Uhr
Hielt bei der anstrengenden Fuchsjagd in Roßtal mit Wurfgewalt dagegen: Erlangens Scharfschütze Simon Jeppsson.
 

© Sportfoto Zink / Wolfgang Zink, Sportfoto Zink / Wolfgang Zink Hielt bei der anstrengenden Fuchsjagd in Roßtal mit Wurfgewalt dagegen: Erlangens Scharfschütze Simon Jeppsson.  

Wie anstrengend die Auseinandersetzung mit Berlin werden würde, hatte Raul Alonso bereits vor dem finalen Härtetest betont. "Wir wissen, dass es gegen die Füchse schwer wird", sagte der HCE-Coach, dessen Team am Donnerstag gegen Wetzlar in die neue Bundesliga-Runde startet, vor der Generalprobe gegen den Tabellendritten der Vorsaison. Und durfte sich nach Erlangens Abschlussprüfung, zu der man sich in der Mittelschulhalle in Roßtal verabredet hatte, bestätigt fühlen.

Fehlwürfe satt

Nach sechzig strapaziösen Handball-Minuten stand ein 29:34 (14:20), das im achten Testspiel des HCE die vierte Niederlage bedeutete. Gegen Meister Magdeburg hatte man seine trotzdem ansprechende Frühform zuletzt nachgewiesen. In der Anfangsphase gegen die Füchse sollte dem HCE allerdings nichts gelingen. Nach sieben Minuten war Berlin mit 5:0 enteilt und Raul Alonso zu einer Auszeit genötigt. Vor des Gegners Kiste ließen die Erlanger sämtliche freien Würfe ungenutzt, woran man auch Pfosten und Latte eine kleine Mitschuld geben durfte.

Auch nachdem Kapitän Firnhaber das Spielgerät zum 1:5 ins Tor gepresst hatte, sollte es noch etwas dauern, bis sich der HCE wirklich zielsicherer zeigen sollte. Mit viel Engagement und erleichtert durch tolle Paraden von Torwart Obling gelang die Aufholjagd im Anschluss trotzdem. Schnörkelloser und im Abschluss präziser näherte sich Erlangen Tor für Tor. 13:15 hieß es, als Christopher Bissel zweimal binnen kurzer Zeit getroffen hatte. Weil sich danach aber Schlampigkeiten und Zeitstrafen wieder häuften, notierte man zur Pause dennoch ein 20:14 für den Favoriten.

Gegenwehr gibt's immer wieder

Gegen abgezockte Gäste erwies sich dieser Rückstand im zweiten Durchgang als zu große Hypothek. Auch weil beim HCE die Beine nun schwerer wurden. Nach einer knappen Dreiviertelstunde war ein 18:26 zu vermelden aus Sicht der Erlanger, die sich mit Jeppssons Gewaltwurf wehrten. Als sich zu erfolgreichen Einzelaktionen auch wieder erfolgreiches Mannschaftsspiel gesellte, war der HCE nur noch vier Tore hinten. Die Füchse fanden jedoch immer wieder eine Antwort in einer anstrengenden Partie, nach der Erlangen nun etwas Zeit hat, durchzuschnaufen.

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