1:10 in Ingolstadt

Eingeseift! Müde Ice Tigers pflegen ihre Neon-Allergie

Sebastian Böhm
Sebastian Böhm

Sportredaktion

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23.1.2022, 18:06 Uhr
Da bestand noch Hoffnung: Jerome Flaake scheitert im ersten Drittel an Niklas Treutle.

© Johannes TRAUB / JT-Presse.de via www.imago-images.de Da bestand noch Hoffnung: Jerome Flaake scheitert im ersten Drittel an Niklas Treutle.

Patrick Reimer machte sich in der kühlen Arena in Ingolstadt warm, aber als die Ice Tigers wieder aus der Gästekabine kamen, fehlte ihr Kapitän. Zwar hatte sich Fabrizio Pilu wieder zurückgemeldet, ohne Reimer aber standen Tom Rowe erneut nur 14 Feldspieler zur Verfügung. In Ingolstadt. Gegen die Panther. In Neonrosa. In der zwischendurch desaströsen hatte Nürnberg 0:8 und 0:7 in Ingolstadt verloren. Damals war der ERC in Neongrün angetreten. In der aktuellen Saison ist nahezu alles besser - bis auf die Auftritte in Ingolstadt. Im November hatten die Ice Tigers 2:7 verloren. Und auch an diesem Sonntag sollte es nicht besser werden.

1:10 (0:3, 0:2, 1:5) verlor Nürnberg diesmal. Anders als im Winter 2021 aber gab es Gründe für diese Niederlage - wenn auch nicht unbedingt für die Höhe der Niederlage. Nach dem Corona-Ausbruch fehlen Rowe mit Bender, Parlett, Bodnarchuk, Dubeau, Jahnke und Lobach sechs infizierte Spieler, dazu der angeschlagene Reimer und die verletzten Julius Karrer und Chris Brown. Keine guten Voraussetzungen zu Gast bei einer Mannschaft, gegen die die Ice Tigers gerade in Ingolstadt große Probleme haben. Am Freitag hatten Kraft und Motivation zu einem grandiosen 3:2 gegen Wolfsburg gereicht. In Ingolstadt reichte das gerade einmal drei Minuten und 59 Sekunden.

Immerhin Welsh trifft

Da stand dann Samuel Soramies alleine vor Treutle. Der frühe Rückstand schien den Ice Tigers sämtliche Energie zu nehmen. Ben Marshall (14. Minute) und David Warsofsky (15.) erhöhten auf das Standardergebnis von 0:3 nach 20 Minuten. Im zweiten Abschnitt wirkte Nürnberg bemüht, mehr war wohl nicht mehr drin. Das dritte Ingolstädter Power-Play in Folge nutzte Brandon DeFazio (31.). Frederik Storms Rückhandtreffer zum 5:0 sah grandios aus, die Gäste leisteten dem Dänen aber auch kaum Gegenwehr (38.).

Im Schussdrittel nahm Rowe schon nach zwei Minuten eine Auszeit. Zuvor hatte Louis-Marc Aubry auf 6:0 erhöht (42.). Rowe schien nicht sauer zu sein, er schien er eine Blamage verhindern zu wollen. Nur gelang ihm das von der Bank aus nicht. Nachdem die Ice Tigers und Panther auf dem Eis Nettigkeiten ausgetauscht hatten, traf zwar Nick Welsh im Power-Play (45.). Justin Feser (47.), Warsofsky (49.), Mirko Höfflin (57.) und Storm (59.) aber machten und trafen einfach weiter.

Am Mittwoch geht es in München weiter

Ein gutes Gefühl für Mittwoch abholen, das wollten sie sich im Schlussdrittel. Co-Trainer Manuel Kofler hatte das so im Drittelpausen-Interview bei MagentaSport formuliert. Der Ergebnis:1:5. Am Mittwoch (19.30 Uhr) in München aber von Neuem anfangen müssen.

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