Erster Auswärtssieg

Per Penalty in Wolfsburg: Reimer sichert Ice Tigers zwei Punkte

Sebastian Böhm
Sebastian Böhm

Sportredaktion

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19.10.2021, 21:16 Uhr
Die Erleichterung: Ryan Stoa hatte in Wolfsburg beste Chancen, eine hat er zum 2:1 genutzt.

Die Erleichterung: Ryan Stoa hatte in Wolfsburg beste Chancen, eine hat er zum 2:1 genutzt. © Thomas Hahn, Sportfoto Zink

Plötzlich hat es das Virus doch in die Kabine geschafft. Nach einer Saison nahezu ohne Corona-Fälle hat die Deutsche Eishockey Liga ein Covid-Problem. Beim EHC München sind derzeit 22 Angestellte infiziert. Der Klub spricht von Impfdurchbrüchen. Drei Partien mussten deshalb bereits abgesagt werden, das Spiel gegen die Ice Tigers soll am 25. Januar 2022 nachgeholt werden. Münchens Manager Christian Winker lobte die Solidarität in der Liga. Vor allem aber bleibt die Sorge.

Den Ice Tigers blieb immerhin die Gelegenheit, zwei-, dreimal öfter konzentriert mit ihrem neuen Coach zu üben. Und das sah man am Dienstagabend in Wolfsburg durchaus. Nürnberg trat kompakter auf, konnte so die immer noch auftretenden Fehler besser ausgleichen und fand, anders noch als beim 2:3 gegen Krefeld die Balance zwischen Mut und Sicherheit. Das reichte zunächst zum ersten Auswärtspunkt, beim 3:2 (1:1, 1:0, 0:1, 0:0, 1:0) nach Penalty-Schießen sogar zum ersten Auswärtssieg.

Stoa - im dritten Versuch

In sieben der letzten acht Partien hatten die Ice Tigers beim einstigen Angstgegner in Wolfsburg gepunktet. Nur was sollte das wert sein gegen ein Team, dass sich nach der Finalteilnahme im Frühjahr noch einmal gesteigert hatte? Trotz einiger Ausfälle hat es sich Wolfsburg in der Spitzengruppe bequem gemacht. Die frühe Führung durch Anthony Rech nach 82 Sekunden kam also nicht überraschend, war aber erneut das Ergebnis einer Nürnberger Fehlerkette. Wie so oft kam die Sicherheit mit den ersten überstandenen Unterzahlsituationen. Die Gäste blieben aufmerksam, Tim Bender war es, der einen verlorenen Puck zurückklaute – über Tyler Sheehy und Daniel Schmölz landete die Scheibe im Tor (15. Minute).

Nach der ersten Drittelpause übernahmen die Ice Tigers dann endgültig die Kontrolle. Ryan Stoa, zuvor bereits am Pfosten und im Alleingang gescheitert, belohnte seine Mannschaft, indem er seinen eigenen Abpraller aus der Luft ins Tor zauberte (37.). Wolfsburg reagierte - meistens genervt.

Fatale Fox-Strafe

Im Schlussdrittel zogen sich die Ice Tigers zunächst vor ihr eigenes Tor zurück, nicht unbedingt auf Befehl Rowes. Wolfsburg aber wirkte müde - bis sich Dane Fox zur Unzeit im Angriffsdrittel ein Foul erlaubte. Nach 21 Sekunden im Power-Play traf Spencer Machacek (56.). In der Verlängerung hatte Nürnberg mehr Chancen, Wolfsburg durch Rech aber die beste. Niklas Treutle reagierte großartig - und im Penalty-Schießen gegen Garrett Festerling gleich noch einmal. Auf der anderen Seite trafen Gregor MacLeod und Patrick Reimer.

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