Derby in der Arena

Punktlos gegen Ingolstadt: Die Ice Tigers unterliegen mit 1:4

Dominik Mayer
Dominik Mayer

Nürnberger Zeitung

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26.10.2022, 21:49 Uhr
So eng umkämpft wie dieses Duell zwischen Andrew Bodnarchuk und Daniel Pietta war die gesamte Partie. 

© Sportfoto Zink / Thomas Hahn, Sportfoto Zink / ThHa So eng umkämpft wie dieses Duell zwischen Andrew Bodnarchuk und Daniel Pietta war die gesamte Partie. 

Mit dem ERC Ingolstadt haben die Ice Tigers in den vergangenen beiden Spielzeiten Erfahrungen gemacht, die sich nur mit Wohlwollen noch mit dem Begriff "durchwachsen" beschreiben lassen. 0:7, 0:8 und 1:10 lauteten die Ergebnisse da zum Beispiel. Entsprechend viel Hornhaut auf der Seele brauchten die Fans der Franken bisweilen, um die Begegnungen mit den stets mit neonfarbenen Trikots bekleideten Oberbayern zu verarbeiten. Inzwischen haben sich die Ice Tigers allerdings durch Siege rehabilitiert. Außerdem hat das Team von Tom Rowe seine bisherigen 13 Partien in dieser Saison weitgehend überzeugend absolviert, ein weiteres Debakel war am Mittwochabend in der Arena also nicht zu befürchten.

Zumal die Ingolstädter mehrere Monate auf Center Brian Gibbons werden verzichten müssen, der sich vergangene Woche im Heimspiel gegen die Löwen Frankfurt eine schwere Beinverletzung zugezogen hatte. Auch in Nürnberg fällt mit Ryan Stoa ein Center - nein, sogar der wichtigste Mittelstürmer der Ice Tigers - lange aus. Doch während man in Ingolstadt auf der Suche nach einem Ersatz für Gibbons noch eifrig den Markt sondiert, konnten die Anhänger der Ice Tigers den Neuzugang, den Sportdirektor Stefan Ustorf in Reaktion auf Stoas Verletzung verpflichtet hatte, bereits in der Arena begrüßen. Allerdings nicht auf dem Eis. Rick Schofield bekam nach seiner strapaziösen Anreise noch ein bisschen Schonzeit.

Wieder ein früher Treffer

Bestenfalls soll er danach Stoa ersetzen - sofern das überhaupt möglich ist. Helfen dürfte Schofield den Ice Tigers aber in jedem Fall. Der 35-Jährige hat die vergangenen neun Spielzeiten in Österreich verbracht und dort ziemlich konstant ziemlich beeindruckend gepunktet.

Gegen den Tabellendritten der Deutschen Eishockey Liga (DEL) ließ Rowe seine Aufstellung aber zunächst einmal unverändert gegenüber dem 6:3-Heimsieg am Sonntag gegen Bietigheim. Und wie schon am Wochenende fiel das erste Tor früh - allerdings diesmal nicht für die Ice Tigers: Wojciech Stachowiak fälschte einen Schuss an Treutle vorbei ab ins Nürnberger Tor (2.). Danach hatten die Ice Tigers durchaus Mühe, Zugriff auf das Spiel zu bekommen, was nicht nur an den zwei Strafzeiten lag, die Nürnberg schlucken musste. Da traf es sich gut, dass Jake Ustorf in der 19. Minute einen Abpraller in sein erstes Saisontor verwandelte.

Zweimal Videobeweis

Dieses 1:1 hatte dann länger bestand. Weil sich im zweiten Drittel beide Mannschaften zwar laufstark und torgefährlich präsentierten, Niklas Treutle im Nürnberger Tor aber ebenso fehlerlos blieb wie sein Ingolstädter Pendant Michael Garteig. Treutle stand weiter im Mittelpunkt, bei Ingolstädter Powerplay verschob er, wohl unabsichtlich, mit einem seiner Schlittschuhe das Tor. Mirko Höfflin löffelte den Puck danach ins Netz (42.). Der Treffer zählte nach Videobeweis trotzdem, was beim Nürnberger Anhang für einigen Unmut sorgte.

Für das Schiedsrichtergespann ging es gleich nochmal zum Bildschirm - diesmal, um zu überprüfen, ob der Puck nach Wayne Simpsons Bauerntrick die Torlinie überquert hatte. Er hatte - 1:3 (43.). Die Ice Tigers drängten danach bissig auf den Anschlusstreffer, kamen gegen abgezockte Ingolstädter aber nur noch selten vor das Tor der Gäste. Stattdessen nutzte der ERC in Person von Mirko Höfflin noch ein Powerplay zum 4:1. Gefeiert wurde dann nur im Gästeblock.

Nürnberg: Treutle; Weber/Mebus, Parlett/Bodnarchuk, Karrer/Shaw – Schmölz/MacLeod/Sheehy, Hede/Fleischer/Reimer, Fox/Leonhardt/Lobach, Ustorf/Kechter/Ribarik. – Tore: 0:1 Stachowiak (1:24), 1:1 Ustorf (18:41), 1:2 Höfflin (41:15 /5-4), 1:3 Simpson (42:31), 1:4 Höfflin (54:05/ 5-4) – Schiedsrichter: Hinterdobler/Schrader. – Zuschauer: 3020. – Strafminuten: 12 – 6.

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