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Nach Marathonsitzung: FCN beurlaubt Ismael

Der unerfahrene Trainer brachte den 1. FC Nürnberg nicht voran - 10.11.2014 23:59 Uhr

Sportvorstand Martin Bader erklärte, dass die Entlassung von Valerien Ismael den Verantwortlichen des 1. FC Nürnberg nicht leichtgefallen sei.

10.11.2014 © chri


Er sollte den 1. FC Nürnberg zurück in die erste Fußball-Bundesliga führen, die desolate letzte Saison vergessen machen. Stattdessen ging die Talfahrt unter Valerien Ismael für den Club auch in der neuen Saison weiter: 13 Spiele, nur 14 Punkte, 24 Gegentore - und mit der 1:2-Pleite beim SV Sandhausen nun auch noch der 14. Platz. Der Verein unter Druck, schon in der Anfangsphase der Saison.

Nun zog der 1. FC Nürnberg die Reißleine. Am Montagabend kam der neu formierte Aufsichtsrat am Valznerweiher zusammen, um die sportliche Schieflage zu diskutieren. Die Debatten zogen sich bis in die späten Abendstunden, Oberbürgermeister Ulrich Maly verließ die Sitzung bereits vorzeitig.

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Nach fünf Stunden stand auch offiziell fest, was sich bereits im Vorfeld angedeutet hatte: Valerien Ismael ist nicht mehr Trainer des 1. FC Nürnberg, das Projekt nach knapp viereinhalb Monaten bereits wieder beendet. "Ismael ist mit sofortiger Wirkung von seinen Aufgaben entbunden", bestätigte Aufsichtsratsboss Thomas Grethlein nach der Marathonsitzung. Und weiter: "Es waren keine leichten Entscheidungen, deshalb hat es so lange gedauert." Sportvorstand Martin Bader hat Ismael bereits über diesen Beschluss informiert. Reha-Trainer Markus Zidek und Daniel Klewer werden am Dienstag das Training leiten.

Für Wolfgang Wolf war der Montagabend ein trauriger, dennoch richtete der 57-Jährige die Blicke bereits nach vorne: "Wir müssen jetzt schnell einen neuen Trainer finden." Der Fußball-Abteilungsleiter selbst steht als Nachfolger übrigends nicht zur Verfügung, wie er schon im Vorfeld der Sitzung festhielt.

Vor seinem Intermezzo in Nürnberg trainierte Ismael die zweiten Mannschaften von Hannover und Wolfsburg, feierte als Spieler mit Werder Bremen eine Meisterschaft und einen DFB-Pokalsieg. Auch während seiner Zeit beim FC Bayern München konnte der Franzose einmal die Schale in die Höhe recken.

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Bader bleibt im Amt

Die Position des Trainers war nicht die einzige Personalie, die am Montag im Aufsichtsrat diskutiert wurde. Günther Koch hatte erneut einen Antrag gestellt, um die Vorstände Martin Bader und Ralf Woy zu stürzen. Und erneut scheiterte der ehemalige Radiomoderator mit seinem Vorhaben: "Wir haben den Antrag, Bader abzuwählen, abgelehnt", wie Wolf nach der Sitzung erklärte. Damit bleibt der Sportvorstand weiter im Amt und muss nun einen Nachfolger für Valerien Ismael suchen.

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fsw/chri

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