Nachhaltigkeit im Fokus: Neuer Premium-Partner für Challenge Roth

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Katharina Tontsch

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8.4.2021, 16:00 Uhr

"Hep" wird künftig im Ziel des Challenge Roth ein sichtbarer Partner sein: Die Top-Athleten Sebastian Kienle und Laura Philipp aus dem Team des Triathlon-Sponsors helfen für das Pressefoto beim Aufhängen. © Pushing Limits / Team-Challenge

Aus dem Grinsen, sagte Sebastian Kienle damals, kam er gar nicht mehr heraus. "Muskelkater in den Backen" hatte er, als er nach einem langen Tag die Ziellinie im Rother Stadion durchschritt. 2018 hatte Kienle den Challenge Roth gewonnen. Noch immer zehrt er von den Erlebnissen - wie so viele, die einmal mitgemacht haben oder an der Strecke dabei waren.

Kampf gegen Plastik und Einwegprodukte hat längst begonnen

Dass der 36-Jährige immer noch davon schwärmt, hat nun sicher geholfen, seine Mannschaft und die Organisatoren des Challenge Roth zusammenzubringen. Kienle gehört dem "Hep-Sports-Team" an - und nun gehört die Firma "Hep" auch zur fränkischen Triathlon-Familie. "Hep" wird neuer Partner für Nachhaltigkeit und künftig im Titel der Großveranstaltung geführt: "Datev Challenge Roth powered by Hep". Mitten in der Corona-Pandemie, in der die Organisatoren das Rennen 2020 absagen und 2021 bereits einmal verschieben mussten, hat der Challenge Roth einen neuen Sponsor gewonnen. Die Partnerschaft wird mindestens die nächsten drei Jahre bestehen mit Option auf Verlängerung.

Die Firma "Hep" aus dem baden-württembergischen Güglingen entwickelt Solarparks weltweit, sie betreut Photovoltaik-Anlagen von der Konzeption der Fonds bis hin zum Bau. Für Felix Walchshöfer, Geschäftsführer des Team-Challenge, ist das genau der richtige Partner, der dabei helfen werde, die Großveranstaltung noch nachhaltiger zu machen.

Massen-Events sind enorme Müllproduzenten

Ein Thema nämlich ist in der aktuellen Corona-Lage in der öffentlichen Wahrnehmung in den Hintergrund gerückt: Massen-Events - im Sport oder anderswo - sind enorme Müllproduzenten. So war es einst auch beim Challenge in Roth, Plastik und Einwegprodukte dominierten das Bild, Abfall-Entsorger sind am Renn-Wochenende rund um die Uhr im Einsatz. 2019 fielen 20 Tonnen Müll an. Doch schon damals haben die Veranstalter erkannt, dass man hier einiges ändern kann.

"Bereits in den letzten Jahren und Jahrzehnten haben wir immer sehr viel Wert auf Recycling, lokale Zulieferer und Müllvermeidung gelegt", sagt Walchshöfer. Mehrweggeschirr gehört mittlerweile ebenso zum Standard wie Fan-Artikel, die "René Rosa" in Roth herstellt, plastikfrei verpackt und klimaneutral verschickt. Die Challenge-Familie hat hier einiges getan. "Mit 'Hep' an unserer Seite können wir jetzt noch einmal eine Schippe drauflegen", sagt Walchshöfer, "und noch grüner und nachhaltiger werden." Ideen dafür gibt es schon für das Rennen am 5. September. Ob Sebastian Kienle dann live dabei sein kann, ist allerdings noch offen.

Für die Profi-Triathleten ergibt sich durch die Pandemie eine enger Zeitplan, kurz nach dem Challenge Roth steht der Ironman auf Hawaii an, die Weltmeisterschaft. Weil in der momentanen Lage aber nichts absehbar ist, haben sich viele Spitzensportler noch nicht dazu geäußert, an welchen Rennen sie teilnehmen wollen. Auch ihnen bleibt aktuell nur die Erinnerung.

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