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Nielsen oder Hrgota: Wer füllt die Lücke im Kleeblatt-Sturm?

In Fürth werden die vorhandenen Optionen im Angriff geprüft - 12.08.2020 13:02 Uhr

Einer wird wohl ins Fürther Sturmzentrum rücken: Branimir Hrgota oder Havard Nielsen.

© Sportfoto Zink / OGo


Sie stehen nicht in Konkurrenz und doch besetzten Branimir Hrgota und Havard Nielsen im ersten Test der Saison je eine Halbzeit die selbe Position. Beim 2:2 der Spielvereinigung Greuther Fürth gegen Drittligist SV Wehen Wiesbaden am Samstag spielte erst der Schwede, dann der Norweger im Sturmzentrum. Das war zum einen in den Temperaturen begründet, zum anderen aber auch dem in der Vorbereitung herrschenden Testcharakter. Im Idealfall hätte Fürths Trainer Stefan Leitl gern beide gleichzeitig auf dem Platz, wenn es ernst wird. So wie in der Vorsaison als Hrgota und Nielsen über die Flügel kamen und Daniel Keita-Ruel im Zentrum unterwegs war. Zehnmal traf Hrgota, neunmal Keita-Ruel, siebenmal Nielsen. Das konnte sich mehr als sehen lassen.

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Erster Aufgalopp: Das Kleeblatt schenkt sich zum Auftakt nichts

Am Sonntag ist die SpVgg Greuther Fürth in die Vorbereitung auf die neue Saison in der 2. Bundesliga gestartet. Die Elf von Stefan Leitl präsentierte sich dabei sehr frisch, zudem wurde auch keinem Zweikampf aus dem Weg gegangen. Impressionen von der Kronacher Hard? Bitteschön!


Aber Keita-Ruel hat sich mittlerweile zum Zweitliga-Konkurrenten SV Sandhausen verabschiedet und Leitl prüft nun die Optionen, die sein Kader hergibt. Viele sind es derzeit nicht. "Die körperliche Konstitution bringt schon das mit, dass wahrscheinlich Havard dort spielen wird, aus der Not heraus", sagt der 42-Jährige über die Besetzung der Angriffsmitte. Wählen kann der Trainer praktisch nur aus diesem Duo.

Hrgota fühlt sich außen wohler

Für Nieseln in der vordersten Reihe spricht neben dessen physischer Präsenz zudem, dass der trickreiche Hrgota mit seiner variablen Spielweise eher als offensiver Freigeist denn als eine fixe Anspielstation geeignet ist. "Ich glaube schon, dass er sich wohler fühlt, wenn er einen Partner hat oder vom Flügel kommt oder aus der Tiefe", schätzt Leitl die Präferenzen seines Toptorschützen der Vorsaison ein.

Doch so lange die Fürther auf dem Transfermarkt keinen Ersatz für Keita-Ruel finden, der in ihren wirtschaftlich engen Rahmen passt, wird ausprobiert, was wie zusammenpassen könnte, wenn es Mitte September mit den Pflichtspielen losgeht. Eine Leihe wäre bei der Stürmersuche nicht ausgeschlossen, Ablösen zu bezahlen, ist eigentlich nicht vorgesehen. So eine Strategie erfordert ganz besonders auf dem diesjährigen Transfermarkt, der am 5. Oktober schließt, Geduld und ein glückliches Händchen.

Florian Jennemann

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