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Rhein und der Stuttgart-Schläger: Mies geurteilt, DFB!

Sportgericht verhängt die gleichen Sperren - ein Einwurf von Alicia Kohl - 15.02.2019 17:34 Uhr

Was hab' ich denn gemacht? Stuttgarts Nicolas Gonzalez hat eigentlich keinen Grund, das Unschuldslamm zu markieren. © Marius Becker/dpa


In der elften Minute des Keller-Gipfels von Hannover kommt Club-Bubi Simon Rhein an der Außenlinie zu spät, trifft Gegenspieler Julian Korb derb und wird mit Rot vom Platz gestellt. Eine durchaus vertretbare Entscheidung für ein rüdes Einsteigen, der Ball war schon weg, Rhein trifft den 96er unglücklich. Drei Spiele Sperre hat das Sportgericht gegen Simon Rhein verhängt, für ein Foulspiel ohne klare Absicht an der Außenlinie. Ein unnötiges Foul, keine Frage. 

Noch am selben Spieltag, etwas mehr als 24 Stunden später, notiert man in Düsseldorf einen weiteren Platzverweis. VfB-Angreifer Nicolas Gonzalez versucht wie ein wildgewordener Kirmesboxer auf das Ziehen von Kaan Ayhan hin, seinem Gegenspieler zweimal ins Gesicht zu schlagen und tut dies de facto auch einmal. Wie Rhein kassiert er eine Drei-Spiele-Sperre. Für eine Tätlichkeit, die man in dieser Form lange nicht mehr gesehen hat in Deutschlands höchsten Spielklassen.

Beim Vergleich der Szenen muss man dem Sportgericht fast schon Willkür vorwerfen. Ein überharter Körpereinsatz wird genauso bestraft wie eine vorsätzliche Tätlichkeit. Damit sendet man aus Frankfurt ein fatales Signal und öffnet Fußball-Schlägern Tür und Tor. Glückwunsch, DFB!  

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Alicia Kohl

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