Abiama trifft dreifach

3:0 und 7:0: Kleeblatt gewinnt seine ersten beiden Testspiele

Michael Fischer, Sportredakteur
Michael Fischer

Nürnberger Nachrichten

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12.6.2022, 16:37 Uhr
Ein Tor und eine Vorlage: Afimico Pululu (rechts) machte beim ersten Testspiel Werbung für sich. Julian Green traf ebenfalls.

© Sportfoto Zink / Wolfgang Zink, Sportfoto Zink / Wolfgang Zink Ein Tor und eine Vorlage: Afimico Pululu (rechts) machte beim ersten Testspiel Werbung für sich. Julian Green traf ebenfalls.

Um 12.30 Uhr kam die zweite Liga nach Zirndorf. Eine Dreiviertelstunde vor dem ersten Testspiel der Vorbereitung auf die neue Saison rollte der Mannschaftsbus des Kleeblatts auf die Willi-Knapp-Sportanlage des ASV Zirndorf, dorthin, wo er in Zeiten, in denen noch niemand vom Coronavirus sprach, jeden Sommer gerollt war. Der Applaus war auch nach drei Jahren pandemiebedingter Pause ein herzlicher - auch wenn viele der Zuschauer einige der Fürther Spieler wohl kaum gekannt haben dürften.

Schon beim Trainingsauftakt vor einer Woche hatte der neue Trainer Marc Schneider nur 16 Feldspieler und zwei Torhüter begrüßt. Am Sonntagnachmittag füllte das Kleeblatt sein Aufgebot deshalb mit sehr vielen jungen Spielern auf, um überhaupt zwei Mannschaften für die beiden jeweils 45 Minuten langen Testspiele beim "Zirndorfer Sommercup" zusammenzubekommen.

Gegen den heimischen ASV, der seit Jahren in der Bezirksliga Süd spielte, sah man sogar Namen, die man noch nie in Fürth gesehen hatte. Philipp Kirsamer, ein 19 Jahre junger Angreifer, der die letzten fünf Jahre beim FC Heidenheim verbracht hat, wird künftig für die U23 der Spielvereinigung spielen. Im ersten Test stürmte er an der Seite von Afimico Pululu, tat das aber über lange Zeit sehr unauffällig.

Marc Schneider stellte seine Mannschaft in einem 4-4-2 mit Mittelfeldraute auf. Vor Torhüter Leon Schaffran spielte Jetro Willems (links), Bennet Külpmann (aus der U19), Winter-Zugang Oliver Fobassam und Simon Asta (rechts), die Sechserposition übernahm, wie in der Bundesliga, Max Christiansen. Das Mittelfeld komplettierten Devin Angleberger, der dauerhaft bei den Profis trainiert, Julian Green, der die Kapitänsbinde trug, und Willi Kamm aus der U23.

Immer wieder Pululu

Auffällig war, dass sich Green anfangs im Spielaufbau immer wieder sehr weit nach hinten fallen ließ. Das erste Tor aber fiel nach einer starken Balleroberung von Pululu. Der dribbelte im Strafraum drei Zirndorfer aus und legte quer auf Angleberger, der nach acht Minuten zum 1:0 traf. Auch am 2:0 nach einer Viertelstunde war Pululu beteiligt - Julian Green lenkte seinen Schuss am Fünfmeterraum ins Tor. Danach hatte das Kleeblatt zwar dauerhaft den Ball, erspielte sich aber kaum Möglichkeiten.

Erst nach etwas mehr als einer halben Stunde musste der eingewechselte ASV-Torhüter Manuel Döllfelder einen Ball von Kirmayer halten, genauso wie kurz darauf von Pululu nach guter Einzelleistung sowie in der 42. Minute von Angleberger. Als sich alle schon mit dem 2:0 abgefunden hatten, kombinierte sich das Kleeblatt über Willems, Kamm und Kirmayer schön durch, in der Mitte traf Pululu doch noch zum 3:0.

Danach durften die Fürther erstmals durchatmen. Im zweiten Spiel des Sommercups musste der ASV gegen den Landesligisten FC Herzogenaurach ran - und unterlag dort sogar mit 0:5.

Um 15.15 Uhr betraten dann wieder die Fürther das Feld - mit mehr bekannten Gesichtern. Vor Torhüter Lasse Schulz verteidigten diesmal Neuzugang Oualid Mhamdi (rechts), Fobassam, Gideon Jung und Luca Itter, im Mittelfeld spielte Timothy Tillman auf der Sechs, Nikolas Hofmann aus der U23 und Tobias Raschl übernahmen die Acht, Jeremy Dudziak die Zehn. Die beiden Positionen im Sturm bekleideten Dickson Abiama sowie der 18-Jährige Javon Hendricks, der auch in der kommenden Saison noch für die U19 spielberechtigt ist.

Raschl trifft doppelt

Vor dem Anpfiff waren manche Herzogenauracher noch zuversichtlich nach ihrem 5:0 gegen Zirndorf - doch dann ging das Kleeblatt schnell in Führung. Abiama köpfte eine Ecke von Itter ins Tor (10. Minute), kurz darauf scheiterte Abiama am Herzogenauracher Torhüter. Nach 20 Minuten erhöhte Hendricks nach schnellem Einwurf und Zuspiel von Abiama auf 2:0, Raschl traf wenig später nach schönem Pass von Hofmann zum 3:0 - und dann erlief Abiama einen Querpass der FCH-Defensive, sodass er nur noch ins leere Tor einschieben musste. 4:0 nach 25 Minuten.

Die Herzogenauracher wurden immer müder und wechselten munter durch, die Fürther trafen einfach weiter. Raschl erzielte das 5:0, Abiama vergab freistehend ein zweites Mal, dann jubelte Neuzugang Mhamdi, der einen guten Eindruck machte, doch sein Tor wurde wegen Abseits aberkannt. Fünf Minuten vor dem Ende bereitete der 19-jährige Außenverteidiger das 6:0 von Abiama vor - und dann erhöhte Dudziak nach Vorarbeit von Abiama sogar noch auf 7:0.

3:0 und 7:0. Ein paar Minuten später durfte das Kleeblatt den ersten, wenn auch kleinen Erfolg der neuen Saison feiern: Sieger des Zirndorfer Summercups.


Fürth (gegen Zirndorf): Schaffran; Asta, Fobassam, Külpmann, Willems - Christiansen, Angleberger, Green, Kamm - Kirmayer, Pululu.

Fürth (gegen Herzogenaurach): Schulz; Mhamdi, Fobassam, Jung, Itter - Tillman, Raschl, Hofmann, Dudziak - Abiama, Hendricks.

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