Neuzugang aus Basel

Mit Pululu und viel Bock: Fürth freut sich auf heutigen Rückrundenstart

Michael Fischer, Sportredakteur
Michael Fischer

Nürnberger Nachrichten

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8.1.2022, 06:39 Uhr

"Tempo und Robustheit": Afimico Pululu (rechts) soll in der Rückrunde und in den kommenden Jahren die linke Fürther Offensivseite verstärken. © imago images/Geisser, NNZ

Am Freitagnachmittag wurde es im ruhigen Fürth kurzzeitig turbulent. Ein paar Minuten bevor Stefan Leitl bei der digitalen Pressekonferenz auf dem Podium Platz nahm, da verschickte die Medienabteilung der Spielvereinigung eine E-Mail. In dieser verkündete der Verein den Transfer von Afimico Pululu, einem 22 Jahre jungen Offensivspieler vom FC Basel. Dieser hat beim Kleeblatt einen Vertrag bis Sommer 2024 unterschrieben, die Fürther haben zudem die Option, den Kontrakt um ein weiteres Jahr zu verlängern.

In der Mitteilung lobte Geschäftsführer Rachid Azzouzi Pululu für dessen "Tempo und Robustheit", der in Angola geborene Spieler könne "sowohl auf dem Flügel als auch im Sturmzentrum eingesetzt werden" und passe "sehr gut in unser Profil". Beim FC Basel spielte Pululu in dieser Saison nur zehnmal in der zweiten Mannschaft sowie sieben Minuten in der ersten Liga. "Er ist aus welchem Gründen auch immer nicht mehr so zum Zug gekommen", sagt Trainer Stefan Leitl. Nach einem "kleineren Knick" in seiner Karriere habe Pululu "von Anfang an Bereitschaft und Willen gezeigt, dass er nach Fürth kommen und mit anpacken will".

Ein Push vom neuen "Afi"?

Womöglich wird der 22-Jährige sogar schon heute (15.30 Uhr/Sky) beim Rückrundenauftakt gegen den VfB Stuttgart mithelfen. "Afi ist sicherlich eine Option, wenn auch nicht von Beginn an", verkündete Leitl. "Ich will ihn mit dabei haben, damit er die Abläufe kennenlernt. Seine Kraft wird sicher ausreichen, um uns nochmal einen Push zu geben."

Ein Push soll im besten Fall auch ein Sieg gegen den ebenfalls abstiegsbedrohten VfB sein - selbst wenn das Kleeblatt auch mit drei weiteren Punkten noch abgeschlagen Tabellenletzter wäre. "Wir sind in einer Situation, in der wir nicht großartig auf die Tabelle schauen brauchen", sagt der Fürther Trainer. "Wir stehen vor einem Heimspiel, das wir definitiv gewinnen können, wenn wir unser Spiel auf den Platz bringen, sehr kompakt spielen und gute Ballgewinne erzeugen."

Ein konkretes Ziel für die Rückrunde will Leitl derweil nicht ausrufen. "Wir wollen besser sein als in der Vorrunde", betonte er. Besser als fünf Punkte in 17 Spielen. Damit das gelingt, müsse seine Mannschaft "mit großer Energie und viel Bock in das Spiel gehen", um den individuell viel besser besetzten VfB vor Probleme zu stellen. Weiter als bis Samstagnachmittag will der Trainer noch gar nicht vorausblicken - und auch danach will er es wie viele Fußballer halten und von Spiel zu Spiel denken.

"Es wird für uns wichtig, diese 17 Bundesliga-Spiele einzeln anzugehen und zu ersuchen, in jedem Spiel alles rauszuhauen, um für uns maximal erfolgreich zu sein", so Leitl. "Dann wird man sehen, wie sich die Saison entwickelt und wohin die Reise geht." Welche elf Spieler den ersten Schritt dieser Reise gegen Stuttgart gehen sollen, ist noch offen, vor allem in der Innenverteidigung. Dort wird Nick Viergever nach seiner Sprunggelenksverletzung wieder den Abwehrchef geben. Dass Maxmilian Bauer als gelernter Innenverteidiger neben ihm spielt, ist aber laut Leitl nicht zwingend der Fall, es könnte auch Sebastian Griesbeck erneut eine Position nach hinten rücken.

Nicht dabei sein werden dagegen die anderen Innenverteidiger Abdourahmane Barry, der einen Schlag auf den Oberschenkel abbekommen hat sowie Justin Hoogma, der nach seiner Corona-Infektion in Quarantäne ist, aber laut Leitl "kaum Symptome" hat. Gideon Jung ist derweil nach seiner Verletzung schon weiter als erhofft, „das“, sagte der Trainer, "gibt uns Hoffnung und Zuversicht".

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