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Teucherts Abschied vom FCN wird immer wahrscheinlicher

Der Club-Stürmer wird mit einigen Bundesligisten in Verbindung gebracht - 12.12.2017 17:40 Uhr

Die Zeichen deuten auf Abschied: Cedric Teuchert könnte den 1. FC Nürnberg bereits im Winter in Richtung Bundesliga verlassen. © Sportfoto Zink / WoZi


Sie hätten auch am Valznerweiher vorbeifahren können, beließen es aber bei einem Anruf bei Sportvorstand Andreas Bornemann. Die Agentur Spielerrat sitzt im Nürnberger Stadtteil Johannis und hat sich auf Beratung von Fußballspielern spezialisiert. Per Mertesacker gehört zu ihren Kunden, auch Serge Gnabry. Cedric Teuchert vertraut auch auf die Dienste von Spielerrat.

Seine Agenten haben bei Andreas Bornemann angerufen, um zu erfahren, warum denn ein 20-Jähriger, der bereits sechs Saisontore erzielt hat, nicht mit zum Topspiel nach Düsseldorf darf. Die Antwort war relativ einfach: "Sportliche Gründe" führte Bornemann an. Am Montagabend wiederholte Michael Köllner die Worte seines Sportvorstandes. "Cedric hat gut trainiert, aber andere haben eben besser trainiert."Die Aufregung um Teuchert war damit aber nicht mehr zu bändigen. 

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In der ersten Hälfte fand der FCN auf dem malträtierten Rasen nicht so wirklich in die Partie. Nach Wiederbeginn sah man in Düsseldorf einen anderen Club. In den Noten der Köllner-Jungs drückt sich das auch aus, wobei ein Gelb-Rot-gefährdeter Mittelfeldabräumer im zweiten Durchgang gar nicht mehr auf dem Platz war.


Seit einiger Zeit diskutieren Bornemann, Teuchert und seine Berater eine Vertragsverlängerung. Zuletzt schien man spät noch zu einer Einigung zu gelangen. Über das künftige Gehalt Teucherts bestand Einverständnis, nur hätten er und sein Umfeld im Vertrag gerne eine Ablösesumme festgeschrieben, die es Teuchert erlaubt, sich auch zu verabschieden, wenn ein Klub vorstellig wird, der etwas mehr zu bieten hat. Keine Ausstiegsklausel, sagte Bornemann, die Verhandlungen wurden abgebrochen; ein Wechsel Teucherts noch im Winter gilt als wahrscheinlich.

Köllner jedenfalls klang am Montagabend einigermaßen verstimmt, als er über Teuchert sprechen sollte. "Er muss sich in die Mannschaft einordnen", sagte er zum Beispiel. Und: "Er muss mir nur zuhören, dann ist seine Selbsteinschätzung irgendwann realistisch."

Das Bild des sich selbst überschätzenden Jungprofis wurde da gezeichnet, ein Bild, das sich in Nürnberg viele von Teuchert schon gemacht haben, als er noch nicht regelmäßig Zweitligatore schoss. Ein Bild, das seine Berater naturgemäß gar nicht nachvollziehen können. Dort wundert man sich eher darüber, warum von Vereinsseite die Gespräche mit Teuchert erst so spät intensiviert wurden. Trotzdem: Es gibt noch die Möglichkeit, wieder zueinanderzufinden, sagen sie beim Spielerrat. Allerdings führt dieser Weg wohl nur über eine Ausstiegsklausel – ansonsten ist Teuchert in Nürnberg bald Geschichte. Unter anderem der VfB Stuttgart gilt als Interessent.

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keb

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