Fußball-Bayernliga

Topteam Ansbach gewinnt in Seligenporten

17.9.2021, 21:31 Uhr
Justin Kussmann und der SV Seligenporten (weißes Trikot) hatten Ansbach nicht genug entgegensetzen.

Justin Kussmann und der SV Seligenporten (weißes Trikot) hatten Ansbach nicht genug entgegensetzen. © Foto: Oliver Gold

Das gesprungene Plexiglas in der seitlichen Abdeckung der Gäste-Bank hat einiges mit dem aktuellen Jahrgang der Kloster-Kicker gemeinsam. Einerseits weist es oberflächlich immer noch eine beachtliche Widerstandskraft auf, andererseits ist jede weitere Erschütterung eine Gefahr für die Stabilität.


Neumarkter Landkreis-Aushängeschilder erleben extreme Gefühlswelten


So wurde der Ansbacher Trainer Christoph Hasselmeier zwar nicht direkt handgreiflich gegenüber dem Plexiglas, sorgte mit wiederholten Anweisungen an die eigene Mannschaft aber dafür, dass der SV Seligenporten im Spielaufbau mitunter früh unter Druck geriet. Zunächst blieb ein gefährlicher Rückpass von Fatih Boynuegrioglu noch folgenlos, weil Tormann Berti Schötterl resolut klärte. Wenig später tauchte nach schneller Ballverlagerung auf dem rechten Flügel ein Ansbacher im Strafraum auf und verlud seinen Gegenspieler mit mehreren Haken, bis Kollege Sebastian Stolz für die hohe Hereingabe in Position gelaufen war und zum 0:1 einköpfte.

Zaghafte Annäherungen

Die Verunsicherung in der Defensive der jungen Seligenportener hielt an, während Keeper Schötterl mit dem Fuß gegen den durchgebrochenen Niko Manz parierte und den völlig freistehenden Michael Speer derart irritierte, dass dessen Heber das Kreuzeck verfehlte. Mit einem zaghaften Schussversuch aus 15 Metern verpuffte dagegen die erste offensive Annäherung der Heimelf. Sie bildete in der Folge dennoch die Grundlage für weitere Vorstöße in einer zunehmend ausgeglichenen Partie.

Bei einer Freistoß-Gelegenheit zielte Damjan Opcin nicht weit drüber und holte Josip Bajic nach feiner Kombination aus spitzem Winkel immerhin eine Ecke heraus, die kurz Unruhe im Ansbacher Strafraum erzeugte. Nachdem sich vor der Pause die altbekannte Einfallslosigkeit im Angriff einstellte und gleich nach Wiederbeginn eine Flanke von links keinen Abnehmer fand, entblößte ein fataler Ballverlust an der Mittellinie die zwischenzeitlich gut sortierte Abwehr das Tabellenschlusslicht. Niklas Seefried behielt allein vor Schötterl die Übersicht. Mit diesem 2:0-Vorsprung konnten es sich die Mittelfranken leisten, noch ökonomischer zu agieren und in Person von Seefried einen hochkarätigen Konter zu vergeben. Seligenportens Bemühungen nach vorne waren indes kaum noch von Überzeugung getragen. Ein kümmerlicher Abschluss mit anschließender Ecke ohne Torgefahr sprangen heraus. Das Trauerspiel gipfelte in einem Ausrutscher von Bajic im eigenen Sechzehner, der Takacs freie Bahn zum 0:3-Endstand bescherte.

Keine Kommentare