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"Verarsche": Tor-Klau treibt Behrens' FCN auf die Palme

Fatale Fehlentscheidung macht's für den Club im Klassenkampf schwerer - 12.04.2019 23:41 Uhr

Alles regulär, aber doch kein Tor! Der Club von Hanno Behrens schimpfte nach einer ernüchternden Szene in Nürnberg ordentlich. © Sportfoto Zink / WoZi


Der Club ist couragierter, besser, näher dran am 1:0 im so wichtigen Spiel gegen Schalke. Im nächsten Abstiegsendspiel für Nürnberg, das vor dem Altmeistertreff vier Punkte Rückstand auf den VfB Stuttgart hat.

Alle jubeln, doch der Treffer zählt nicht 

In der 43. Minute erzielt der Club auch das 1:0. S04-Außenbahnakteur Daniel Caligiuri, der Bruder von Fürths Kapitän Marco, hat im flutlichthellen Achteck einen Blackout und bringt Hanno Behrens mit seiner missglückten Brust-Rückgabe in Position. Der Spielführer des FCN, bekannt für seine guten Antizipationsfähigkeiten, spritzt dazwischen und befördert den Ball erst an Knappen-Keeper Alexander Nübel vorbei - und dann ins Tor. Behrens ist vor Schalkes Schlussmann an der Kugel, der ansonsten in dieser Partie großartig agierende Torwart der Gelsenkirchener zieht zurück und sich kurz danach ab - merkt vielleicht selbst, dass er in dieser einen Szene nicht handlungsschnell genug war. Alle jubeln. Alle, die es mit dem Club halten. Kein Knappe reklamiert. Doch der regulär erzielte Treffer von Hanno Behrens zählt nicht.

Schon wie ein “bisschen Verarsche“ fühlt sich das an, tobt der Torschütze bei Eurosport, der kurz nach seinem ersten, freilich nur kurzen Glücksgefühl die FCN-Führung vom Elfmeterpunkt verpasst. Behrens redet Tacheles nach dem Spiel, als er die Bilder auf dem Monitor sieht. Die Bilder eines Spiels, das auch laut Behrens‘ Trainer “nur einen Sieger verdient“ gehabt hätte.

Der Elmshorner, der für den Noch-Erstligisten aus der Noris in eben jener 43. Minute das 1:0 markiert hat, taucht zwar nicht in der Mixed-Zone auf. Bei Eurosport macht Behrens aus seinem Herzen nach Abpfiff aber keine Mördergrube: Irgendwie wären solche Entscheidungen in der jüngeren Vergangenheit “immer gegen uns“ - also den FCN - getroffen worden, sagt Nürnbergs Kapitän - und erinnert an die Partie in Mainz, in der Zrelaks Fußspitze nach Einbeziehung des Kölner Kellers den Ausschlag über ein Nicht-Tor der Rot-Schwarzen gab. Es würden “Millimeter weggepfiffen" - oder wie jetzt bei ihm ein zulässiger Einsatz nicht als solcher erkannt.

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Dass der Kölner Keller bei Behrens‘ zulässigem Einsatz nicht nachträglich einschritt, Schiedsrichter Robert Kampka darüber informierte, lag allerdings daran, dass ihm die Hände gebunden waren. Der Bundeswehr-Arzt aus Mainz hatte die Situation nach Behrens' erlaubtem Spitzeldienst unmittelbar abgepfiffen - und somit verhindert, dass man das Tor in der Domstadt überprüfen konnte, wie Kampka selbst im Nachgang Boris Schommers, dem darüber frustrierten FCN-Coach erklärte.

Die Ehrlichkeit Kampkas dürfte dem Club-Trainer vielleicht gefallen haben. Leichter macht das die Aufarbeitung für den Nothelfer des Fast-Absteigers dennoch nicht. Die Szene in der 43. Minute war eine “krasse Fehlentscheidung, die auf diesem Niveau nicht passieren darf“, sagt Schommers. Und fasst damit richtig zusammen, was sein Kapitän im Moment der ersten Empörung nicht allzu unverständlich als “Verarsche“ empfindet. 

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apö / la

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