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Verwirrung um VfB-Ausgleich: Funktionierte der VAR nicht?

Gerüchten zufolge war die kalibrierte Linie defekt - 06.04.2019 18:33 Uhr

Mehrere Minuten mussten alle Beteiligten auf die Entscheidung des Schiedsrichters Frank Willenborg warten. © Sportfoto Zink / DaMa


Matheus Pereira dribbelte mit Tempo über die linke Seite auf das Stuttgarter Tor zu. Seine Mitspieler rückten nach, für den Club bot sich eine außerordentlich gute Gelegenheit, um aus einer Fünf-zu-Drei-Überzahl heraus das 2:0 zu erzielen. Weil aber Pereira nicht abspielte und den Ball circa einen halben Meter neben den linken Pfosten setzte, blieb der VfB Stuttgart weiter im Spiel und erzielte nur eine Minute später den Ausgleich zum 1:1.

Ozan Kabak, eigentlich Innenverteidiger, war mit aufgerückt und drückte den Ball nach einer ungewollte Vorlage von Anastasios Donis aus knapp fünf Metern über die Linie. Club-Keeper Mathenia war machtlos. Doch hätte der Treffer überhaupt zählen dürfen?

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Darüber war sich auch Videoschiedsrichter Harm Osmers in Köln nicht im Klaren, der sich kurz nach dem Stuttgarter Torjubel bei Frank Willenborg meldete. Ein Pfiff ertönte, das bei Bundesliga-Fans viel verachtete Rechteck wurde mit den Fingern in die Luft gezeichnet. 

Die anschließenden TV-Bilder zeigten: Bei der Flanke von der linken Seite, die durch den eingewechselten Gonzales verlängert wurde, befand sich Donis gefühlt ein minimales Stück weiter vorne als die Abwehrreihe des 1. FC Nürnberg. Abseits also, oder doch gleiche Höhe? 

Die kalibrierte Linie, die beim Videobeweis eingesetzt wird, sollte für Aufklärung sorgen. Doch genau diese versagte am Samstagnachmittag wohl ihren Dienst, wie es TV-Sender Sky kurz nach Abpfiff verkündete. Schiedsrichter Willenborg entschied trotzdem auf Tor für den VfB.

"Wenn es Abseits war, passt das zu unserer Situation", sagte Torwart Christian Mathenia nach dem Spiel. "Dass man es dann trotz der technischen Hilfsmittel nicht schafft, das ganze gerecht zu machen, das ist für uns Spieler brutal."

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vah, keb

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