Wettkampfläufer Roland Rigotti bei unserer "Wegweiser"-Laufserie

27.5.2021, 06:48 Uhr
Gutes Wetter und 15 Grad. Für den bekannten Läufer Roland Rigotti perfekte Voraussetzungen für eine lockere Laufrunde, vorbei an der markanten Felsformation „Zwölf Apostel“ bei Solnhofen.

Gutes Wetter und 15 Grad. Für den bekannten Läufer Roland Rigotti perfekte Voraussetzungen für eine lockere Laufrunde, vorbei an der markanten Felsformation „Zwölf Apostel“ bei Solnhofen. © Roland Rigotti

Über 30 Kilometer joggen am Tag? Für Roland Rigotti kein Problem. Im Rahmen der vergangenen Winterchallenge der LG Erlangen legte der Läufer vom Team Leidl der TSG 08 Roth sagenumwogene 2826 zurück. Im Schnitt 31 Kilometer pro Tag über einen Zeitraum von 13 Wochen. "Das war auch schon für meine Verhältnisse brutal. Ich wollte einfach mal raus und hab irgendwann gemerkt, dass ich doch ziemlich weit vorne mit dabei bin. Das war so aber nicht eingeplant", sagt Rigotti. Im Normalfall lege er im Jahr an die siebeneinhalb bis achttausend Kilometer zurück.

Obwohl der 45-jährige Lehrer das ganze Jahr über und bei jedem Wetter seinem Lieblingssport nachgeht, sei nun im Frühjahr bei geschmeidigen zehn bis 15 Grad die perfekte Temperatur und mit seine liebste Jahreszeit zum Laufen. "Es muss einem selber einfach gut dabei gehen und Spaß machen, nicht immer so ernst sein", sagt er und fügt leicht lachend hinzu: "Außer beim Wettkampf natürlich."

Hier geht es zur Lieblingsstrecke von Roland Rigotti.
© OpenStreetMap-Mitwirkende

Hier geht es zur Lieblingsstrecke von Roland Rigotti. © OpenStreetMap-Mitwirkende © © OpenStreetMap-Mitwirkende

Rigotti kennt unzählige Routen und variiert diese je nach Lust und Laune. "Ich laufe schon gerne mal über Hügel, aber wenn ich tempo haben will, wird es natürlich flach." Für die "Wegweiser"-Serie stellt er jedoch keine Wettkampf-Strecke, sondern einen lockeren sieben Kilometer langen Lauf rund um Solnhofen bei den zwölf Aposteln vor.


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Startpunkt ist der Bahnhof. Von dort aus beginnt der Weg zunächst flach, bevor es dann bald ein zweites Mal über einen Bahnübergang steil nach oben in Richtung Teufelskanzel geht. "Das ist ein kleiner, unscheinbarer Trampelpfad. Da bin ich schon fast gelaufen und weniger gejoggt, weil es doch recht steil ist", sagt Rigotti. Aber der Anstieg ist es wert. Oben angekommen werden die Läufer mit einem tollen Ausblick auf die zwölf Apostel belohnt.

Über die Altmühl geht es dann hinter dem Hang mit der bekannten Felsgruppe wieder zurück nach Solnhofen. Dort kommt man irgendwann in einem Wohngebiet auf dem Hochplateau heraus. Wichtig sei laut Ritotti: "Um das Wohngebiet herum laufen, dann hat man einen perfekten Blick nach Pappenheim und kann die Landschaft genießen."

Die Strecke verläuft auf vielen kleineren Wegen, weshalb man auch auf wenige Fahrradfahrer treffe. Die vielen Kurven machen sie abwechslungsreich und man hat öfter mal einen ganz guten Blick in die Ferne. Ansonsten geht es viel rauf und runter, weshalb man schon auf einige Höhenmeter komme. "Man muss kein Profi sein, aber schon etwas Laufübung haben", lautet das Resumee vom Wettkampfläufer.

Rigottis erster Wettkampf war der Duathlon in Ingolstadt 1992. "Wettkämpfe wären jetzt natürlich auch nicht schlecht. Die fehlen mir schon sehr." Die Sehnsucht ist dem laufenden Lehrer deutlich anzuhören. Vor September gehe nach seiner Einschätzung aber vermutlich wenig. Dennoch will er positiv bleiben: "Ich warte auf meine Impfung. Erst wenn das so richtig vorangeht, könnte das noch was werden mit den Wettkämpfen in diesem Jahr."

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