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Wieder zu wenig! Der FCN bezwingt auch Bochum nicht

0:0 gegen den VfL - Der Club tritt im Abstiegskampf weiter auf der Stelle - 30.05.2020 15:03 Uhr

Es ist zum Verzweifeln: Hanno Behrens' FCN hat das Siegen verlernt.

© Daniel Marr/ Sportfoto Zink


Es lief bereits die 84. Minute im Max-Morlock-Stadion, als der Club zum ersten Mal am Samstagnachmittag ganz nahe dran war am so dringend benötigten Heimsieg gegen den VfL Bochum. Hack trickste sich gekonnt in den Strafraum, traf aber anschließend nur den Querbalken. Endstand gegen den VfL Bochum somit: 0:0.

Jeder Spieler, hat Jens Keller in letzter Zeit ein paar Mal betont, sei gerade wichtig, einige sind aber offenbar wichtiger. Gegenüber dem 2:2 am Dienstag in Regensburg nahm der Trainer des 1. FC Nürnberg deshalb bloß eine Änderung vor. Hack konnte nach überstandenen Oberschenkelproblemen wieder mitstürmen, für ihn musste Heise zurück auf die Bank.

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Kellers Hartnäckigkeit in Aufstellungsfragen kann man als mutig oder geradlinig bezeichnen, offenbar scheint sich aber gerade auch niemand wirklich aufzudrängen von den vielen Reservisten. Vielleicht sollte es aber einfach nur eine weitere Chance zur Wiedergutmachung sein nach zuletzt zweieinhalb doch ziemlich enttäuschenden Auftritten.

Mit Ball kaum Ideen

Der vierte nach der Corona-Pause verlief zunächst nicht viel besser; die erste Halbzeit könnte sogar als eine der chancenärmsten in die Geschichte der Zweiten Fußball-Bundesliga eingehen. Beide Torhüter mussten nur jeweils einmal richtig eingreifen und waren außerhalb ihrer Strafräume jeweils auch schneller am Ball als die heraneilenden Hack (2.) und Osei-Tutu (24.).

Ansonsten neutralisierten sich beide Mannschaften auf fußballerisch doch arg enttäuschendem Niveau. Schön geht garantiert anders, erfolgreich auch, vor allem der Club wusste mit der Kugel nicht viel bis gar nichts anzufangen. Aber das ist ebenfalls keine neue Erkenntnis.

Ishak verpasst doppelt

Da konnten unter anderem die Aufsichtsräte oben auf der Haupttribüne noch so laut anfeuern, die Heimelf wirkte häufig ideenlos, aber zumindest hinten recht stabil. Was aber letztlich ein bisschen zu wenig sein könnte, soll es etwas werden mit dem Klassenverbleib.

Zu Beginn der zweiten 45 Minuten löste Margreitter den offenbar angeschlagenen Mavropanos in der Innenverteidigung ab; die anderen zehn Nürnberger durften sich weiter daran versuchen, etwas Struktur in die eigenen Aktionen zu bringen. Eine Hereingabe Dovedans verpasste Ishak verhältnismäßig knapp (49.), so dass der erste Abschluss weiter auf sich warten ließ. Wenig später die gleiche Variante: Dovedan führte einen Freistoß schnell aus, diesmal kam Ishak aber nicht an Lampropoulos vorbei.

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Robin Hack bringt den Ball in der Frühphase des Geister-Heimspiels gegen Bochum nicht am VfL-Keeper vorbei und scheitert nach einer tollen Einzelaktion spät am Querbalken. Und dazwischen? Da zeigt sich der akut abstiegsbedrohte Club zwar bemüht, gegen das formstarke Team von der Castroper Straße aber auch ohne rechte Durchschlagskraft. Die Noten für Nürnbergs Klassenkämpfer fallen entsprechend ein weiteres Mal äußerst ernüchternd aus.


"Wir wollen siiiegen"

Das Bemühen, den Willen konnte man den Nürnbergern erneut nicht absprechen, nur fehlen ihnen einfach die spielerischen Mittel, um einen tief stehenden Gegner wie die Bochumer auseinanderzunehmen, deren erster richtiger Konter beinahe die Führung gebracht hätte: Pantovic fehlten nach einer Flanke von Wintzheimer nur ein paar Zentimeter (60.), eine Minute später kam Losilla unbedrängt zum Kopfball, scheiterte aber an Mathenia.

Bochum traute sich jetzt etwas mehr zu; Sörensen musste zentral in höchster Not klären, Pantovic schoss mit links knapp daneben. Die Partie schien langsam zu kippen, weil die Gäste mit dem sich bietenden Platz und ihren schnellen Leuten nunmehr auch etwas anzufangen probierten. Wiederum Losilla köpfte einen Freistoß vorbei (72.).

Der Club lief trotz der Einwechslungen von Frey, Schleusener und Zrelak weiter nur sehr verhalten an; ein Bein brachten die Bochumer immer irgendwie dazwischen (Frey, 74.) und schalteten nach Ballgewinnen auch zügiger um. "Wir wollen siiiegen", rief Aufsichtsratschef Grethlein zwar mehrfach hinunter, in der Schlussviertelstunde schien es aber vor allem darum zu gehen, nicht mehr zu verlieren. Wenigstens das hat geklappt.

+++ Hier gibt's den Live-Ticker zum Nachleiden! +++

1. FC Nürnberg: Mathenia - Sorg, Sörensen, Mavropanos (46. Margreitter), Handwerker (76. Heise) - Geis, Nürnberger - Dovedan (69. Schleusener), Behrens (69. Zrelak), Hack - Ishak (60. Frey)

VfL Bochum: Riemann - Celozzi, Lampropoulos, Leitsch, Danilo - Losilla, Janelt (76. Weilandt) - Osei-Tutu (76. Tesche), Zulj, Pantovic (90. +3 Eisfeld) - Ganvoula (57. Wintzheimer)

Tore: - | Gelbe Karten: Ishak - Losilla, Leitsch | Schiedsrichter: Sather (Grimma)

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