Software-Entwicklung

N-Ergie und Siemens kooperieren bei eBus

18.6.2021, 12:55 Uhr
Im Sommer 2021 wird die VAG ihren neuen eBus-Port in Betrieb nehmen.

Im Sommer 2021 wird die VAG ihren neuen eBus-Port in Betrieb nehmen. © Siemens

Das Lade- und Energiemanagement sowie die Einsatzsteuerung von eBussen soll ab Ende des Jahres eine Software übernehmen, die von Siemens und N-Ergie gemeinsam entwickelt wird: Das teilen die Unternehmen in einer gemeinsamen Pressemitteilung mit.

Die Kooperation habe das Ziel, die Wirtschaftlichkeit eines umwelt- und klimafreundlichen Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖNPV) weiter zu verbessern und neue Potenziale zu heben, heißt es weiter.

eBus-Port für 39 eBusse

Als Referenzbetrieb diene Siemens und der N-Ergie der eBus-Betrieb der VAG Verkehrs-Aktiengesellschaft Nürnberg: Diese hat eigenen Angaben zufolge inzwischen sieben Elektrobusse für die öffentliche Personenbeförderung im Einsatz und das strategische Ziel, bis Anfang der 2030er Jahre den Busbetrieb komplett zu elektrifizieren. "Im Sommer 2021 wird die VAG ihren neuen eBus-Port in Betrieb nehmen, an dem 39 eBusse geladen werden können. Bei allen Verkehrsträgern setzt die VAG dabei konsequent 100 Prozent Ökostrom ein, den die N-Ergie liefert", teilen die Unternehmen mit.

„Um Elektromobilität für Busbetreiber noch attraktiver zu machen, muss der Betrieb ihrer elektrischen Flotte zugleich umweltschonend und wirtschaftlich gestaltet werden", sagt Jean-Christoph Heyne, Leiter Future Grids bei Siemens Smart Infrastructure. "Durch den Einsatz intelligenter Depot-Management Software für Elektrofahrzeuge optimieren wir den Ladevorgang."

Wirtschaftlich "auftanken"

Ein wesentlicher Punkt sei dabei, kurzfristig auf Änderungen am Strommarkt und den Fahrzeugbedarf zu reagieren, um die Ladestrategie und den Stromeinkauf anzupassen. "Im Endeffekt heißt dies: Wirtschaftlich Strom laden für Umwelt und Geldbeutel", so Heyne.

N-Ergie-Vorstandsvorsitzender Josef Hasler setzt große Hoffnungen auf die Zusammenarbeit und Innovationskraft von Siemens und der N-Ergie: „Die eMobilität ist zukunftsfähig. Deshalb bauen wir den Busbetrieb der VAG sukzessive um und ersetzen die Gas- und Dieselbusse durch noch umweltschonendere eBusse. Das ist gut für die Umwelt und fürs Klima, global wie lokal, aber auch für Fahrgäste und alle in der Stadt", sagt er. Dafür brauche es aber ein ganzheitliches Konzept mit einem effizienten Energiemanagement vom Laden bis zum Verbrauch.

Internationaler Einsatz

Die cloudbasierte Software solle nach erfolgreicher Entwicklung und Tests bei der VAG international zum Einsatz kommen, heißt es in der Mitteilung der beiden Unternehmen. Ein erstes Softwaremodul sei bereits im Testbetrieb und reduziere die Kosten für den Strombezug über die energiewirtschaftliche Funktionalität „Day-Ahead-Market”. Dabei würden Wetter und Strompreisänderungen als wesentliche Einflussfaktoren berücksichtigt und der Bezug von elektrischer Energie nach Bedarf und Netzauslastung gesteuert.

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