Gewinn 2021 verdreifacht

Trotz Lieferengpässen, Pandemie und Ukraine-Krieg: Adidas will weiter wachsen

MOTIV: Melanie Kunze, Portrait; Mitarbeiterportrait, Kommentarportrait, - Auswahl..FOTO: Günter Distler, gesp. 2014.
Melanie Kunze

Politik und Wirtschaft

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9.3.2022, 11:41 Uhr
Adidas legte am 9. März die Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr vor. Demnach verdreifachte sich der Gewinn auf 1,5 Milliarden Euro. 

© Daniel Karmann, dpa Adidas legte am 9. März die Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr vor. Demnach verdreifachte sich der Gewinn auf 1,5 Milliarden Euro. 

Bevor Adidas-Chef Kasper Rorsted die Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr präsentierte, drückte er sein Mitgefühl mit den Menschen in der Ukraine aus. „Wir sind besorgt und hoffen auf Frieden“, so Rorsted. Adidas hatte sich dem Lieferstopp angeschlossen und wird keine Waren nach Russland liefern. Zudem schloss Adidas Anfang dieser Woche seine 500 Geschäfte in Russland und legte den Vertrag mit dem russischen Fußballverband auf Eis. Seit 2008 hatte der Sportartikelhersteller Fußballer mit Trikots und Schuhen ausgestattet. Das Russland-Geschäft war und ist allerdings nicht besonders stark. Es machte 2021 lediglich zwei Prozent am Gesamtumsatz aus.

Insgesamt betrug im vergangenen Jahr der Umsatz 21,2 Milliarden Euro. Das ist eine Steigerung um 16 Prozent. Der Gewinn verdreifachte sich sogar: von 500 Millionen Euro auf rund 1,5 Milliarden Euro.

Der Sportartikelhersteller will nach dem Gewinnsprung weiter wachsen. So soll der Umsatz in diesem Jahr währungsbereinigt um 11 bis 13 Prozent zulegen. Getragen werden soll das Wachstum von Nord- und Lateinamerika sowie von Europa. Allein in Lateinamerika stieg der Umsatz um 47 Prozent im vergangenen Jahr. In der Prognose sei ein Risiko bis zu 250 Millionen Euro aus dem Russland/GUS-Geschäft enthalten - was rund 50 Prozent der Gesamterlöse des Unternehmens in der Region entspreche.

„2021 war ein sehr starkes Jahr für Adidas“, fasste Rorsted zusammen. Es sei schön gewesen zu sehen, dass etwas Normalität zurückgekehrt sei: Fans durften wieder in die Fußballstadien und es sei möglich gewesen, die Olympischen Spiele durchzuführen.

Rorsted rechnet in diesem Jahr trotz schwieriger Umstände mit einer Gewinnsteigerung: von 1,5 Milliarden Euro auf 1,8 bis 1,9 Milliarden Euro. Außerdem verkündete er, dass Adidas ab 2023 die italienische National-Elf ausstatten werde. Bislang trugen die Profis Trikots und Schuhe von Puma. Zudem will Adidas im Bereich Lauf-Schuhe wachsen und setzt trotz eines starken Online-Geschäftes auf neue, stationäre Läden.

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