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Wegen Geldwäsche: EU will Barzahlungen über 10.000 Euro verbieten

Vorstellung von Gesetzesvorschlägen im Juli - 11.05.2021 11:32 Uhr

Es zirkulieren immer noch viele Millionen der Scheine.

25.04.2019 © Matthias Balk/dpa


Im Kampf gegen die Geldwäsche plant die Europäische Kommission die Einführung eines entsprechenden Gesetzes: "Wir reden über eine Obergrenze von 10.000 Euro. So viel Geld in den Taschen herumzutragen, ist ganz schön schwer. Die meisten Menschen machen das nicht", sagt Finanzmarktkommissarin Mairead McGuinness im Interview mit der Süddeutschen Zeitung.

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In einer im Januar stattgefundenen Videokonferenz der Expertengruppe zur Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorfinanzierung klagte die Brüsseler Behörde, dass Bares "Instrument der Wahl für Kriminelle" bei der Geldwäsche sei, so die Süddeutsche Zeitung. Außerdem verzerren die enormen Unterschiede zwischen europäischen Ländern den Wettbewerb. Während Kunden beispielsweise in Griechenland bis 500 Euro bar zahlen dürfen, können Kroaten bis 15.000 Euro Cash zahlen.

Die Lösung, die vor der Kommission vorgeschlagen wurde, ist die Einführung einer Obergrenze von 10.000 Euro für Bargeldzahlungen. Nicht nur die Europäische Kommission beschäftigte sich damit, sondern auch der Bundesrechnungshof der Regierung, der schon im Dezember 2020 ein Limit von 5000 Euro empfahl.

Im Juli sollte der Vorschlag präsentiert werden, berichtete Stern. Außerdem erklärte Finanzmarktkommissarin McGuinness der Süddeutschen Zeitung, dass sie mit Unterstützung der anderen Mitgliedstaaten der Union die Einrichtung einer EU-Behörde anstoßen will: "Sie wird viele Befugnisse haben und die Anti-Geldwäsche-Politik bestimmter großer Banken direkt überwachen." Nicht nur die Geldwäsche, sondern auch Terrorfinanzierung sollen somit bekämpft werden.

avi

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