Dienstag, 13.11.2018

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Blick von links auf die Welt von heute

Die 14. Linke Literaturmesse im Nürnberger Künstlerhaus - 27.11.2009

Sahra Wagenknecht kommt zur Linken Literaturmesse. © dpa


Das Angebot umfasst historische Analysen aus linker Sicht wie etwa der Blick von Lothar Letsche auf die NS-Täter in Stuttgart (zu denen auch Ferdinand Porsche zu zählen ist) am Sonntag, die Beschäftigung mit Menschenrechtsfragen in Lateinamerika und Asien (z. B. Albert Sterr, der am Samstag sein Buch über Bolivien vorstellt und am Sonntag um 12 Uhr über Honduras spricht) und gesellschaftsphilosophische Fragen («Über Marx hinaus« - Arbeitsbegriff in der Konfrontation mit den globalen Arbeitsverhältnissen des 21. Jahrhunderts, Sa., 13 Uhr).

Politische Betriebsarbeit

Prominente Gäste sind Silvia Gingold, die Tochter des jüdischen Widerstandskämpfers und Kommunisten Peter Gingold (zur Messe-Eröffnung heute um 19 Uhr), Jutta Dittfurth, die ihre «Streitschrift für eine gerechte Gesellschaft« mit dem Titel «Zeit des Zorns« vorstellt (Sa., 15 Uhr) und die «Linken«-Abgeordnete Sahra Wagenknecht, die ein Buch über den jüngsten globalen Finanzcrash geschrieben hat. Sven Rößner spricht über Erfahrungen mit politischer Betriebsarbeit und Intervention aus der linken Bewegung am Beispiel des AEG-Streiks 2005 bis 2007 (So., 12 Uhr).

Auch die Religion spielt bei der 14. Linken Literaturmesse eine Rolle: Am Samstag (15 Uhr) wird das Buch von Ali Dashti über die Karriere des Propheten Muhammad vorgestellt, um 16 Uhr spricht Gerhard Feldbauer über das Verhältnis der katholischen Soziallehre zum Kommunismus.

Praktische Hinweise

Die Buchmesse bietet auch praktische Hinweise für ihr Zielpublikum: Am Samstag um 13 Uhr stellt David Hollis das Projekt Netzwerk IT vor, eine Internetplattform, auf der sich Erwerbslose, Initiativen und von Entlassung Bedrohte austauschen können. Um 18 Uhr werden die Möglichkeiten der Mail-Aktionen erläutert. Am Samstagabend steigt eine Messe-Party, Radio Z betreibt eine «Literaturcouch«. 

nn

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