Donnerstag, 14.12. - 05:15 Uhr

|

zum Thema

Die Kunst-Verbindende

Sascha Banck, Fürther Malerin, ist Künstlerin des Monats - 20.10.2015 14:00 Uhr

Sascha Banck. © Foto: PR


Die Fürther Malerin Sascha Banck, die an der Nürnberger Akademie studierte, verbindet liebend gern die Kunstsparten miteinander. Immer wieder werden ihre Bilder von Musik inspiriert. „Musik ist für mich die unmittelbarste und abstrakteste der Künste, sie geht sehr nahe“, erklärt Banck.

Daher hat sie schon Werke live zum Konzert eines Kammerorchesters und zu ihrem eigenen Klavierspiel gemalt. Manche Arbeiten sehen aus, als durchzögen Klänge die Farben und Formen. Aus einem Streben hin zum Nichtnaturellen ergibt sich bei ihr ein Zusammendriften der Künste. „Klangfarbe assoziiere ich mit Kontrast. Meiner Meinung nach sollten die Genres voneinander lernen, um etwas Neues zu erschaffen“, sagt Banck. „Musik hat die Zeit zur Verfügung, während die Malerei in einem Augenblick ihren gesamten Inhalt offenbart. Das ergänzt sich schön.“

Doch im Grunde ist Banck, die 2003 den Danner Preis und 2008 den Kulturförderpreis der Stadt Fürth erhielt, stets auf der Suche nach den Mustern dahinter. Wie ist ein Blatt aufgebaut, wie ein Knochen? Wie entstehen komplexe Strukturen? Und was sind die formgebenden Prinzipien, die dahinter stecken? Banck will sie auf die Leinwand bringen. Mustergebung ist das Grundprinzip ihres künstlerischen Schaffens. Mit einem Schlag wird die Verwandtschaft aller sonst getrennten Dinge und Disziplinen sichtbar, wenn man ihre Werke betrachtet.

Kein Wunder also, dass sie weiter geht, auch Tanz und Theater liebt, die Kleinkunstbühne „Rampenschweinerei“ gründete und im „rgb-Ensemble“ an neuen verbindenden Formen arbeitet. „Ich wirke sehr gerne mit anderen Künstlern zusammen, ich bin keine Malerin im stillen Kämmerlein.“

Dabei benutzt sie ein iPad, weil sich auf dem schneller malen und reagieren lässt. „Da muss keine Farbe gemischt werden, nichts muss trocknen, die Fläche ist variabler“, so Banck, deren Atelier trotzdem ganz klassisch aussieht. Durch die digitale Technik können Malerei, Musik und Tanz noch enger interagieren. Mal gibt die Tänzerin den Takt vor, mal legt Bancks iPad den Rhythmus. Am 24. Oktober bringt das rgb-Ensemble seine neue Produktion „zwischen der mitte“ im Fürther Kulturforum auf die Bühne. Sascha Banck ist mit Livemalerei dabei, hinzu kommen die Musiker Ferdinand Roscher (Kontrabass) und Gustavo Strauß (Geige) sowie Tänzerin Eva Borrmann.  

CLAUDIA SCHULLER

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Name:

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus dem Ressort: Kultur