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Glücksatlas 2013: Franken sind so unglücklich wie nie zuvor

Region rutscht zehn Plätze nach unten - Jüngere Generationen jedoch äußerst zufrieden - 05.11.2013 11:37 Uhr

Den Franken ist nicht mehr zu helfen: Laut dem Glücksatlas 2013 sind die Menschen in der Region so unglücklich wie nie zuvor. © Kathrin Löwenstein


2012 galt Franken noch als einer der glücklichsten Regionen in Deutschland. Damals erreichte die Region auf einer Skala von 1 bis 10 mit einem Wert von 7,10 noch Platz 4. Nur die Menschen in Schleswig-Holstein, Hamburg und Süd-Bayern waren noch glücklicher.

Während in Schleswig-Holstein in diesem Jahr erneut die glücklichsten Menschen leben, rutschte Franken fatal auf den 13. von 19 möglichen Plätzen ab. In dem neuen Glücksatlas 2013 ging es neun Plätze nach unten. Was ist passiert?

  • Lebenszufriedenheit: Die Lebenszufriedenheit der Franken sank in diesem Jahr von 7,1 auf 6,95 Punkte. Damit bilden sie das Schlusslicht der Gruppe westdeutscher Regionen.
     
  • Lebenszufriedenheit der Generation U35: Ein ganz anderes Bild bietet sich bei der Zufriedenheit der unter 35-Jährigen: Hier landet die Region auf dem 2. Platz (Wert: 7,38), knapp hinter Hamburg (Wert: 7,39).
     
  • Lebenszufriedenheit der Generation 35+: Die Zufriedenheit scheint mit dem Alter rapide abzunehmen. Denn hier landet die Region nur auf dem 11. Platz (Wert: 6,80 bei 35 - 65-Jährigen; 6,85 bei Menschen über 65 Jahren).
     
  • Einkommen: Über dem Bundesdurchschnitt liegen die Franken laut des Berichts in puncto Einkommen und der sehr guten Arbeitsmarktlage. Dort liegt die Region in der Einzelbetrachtung auf Platz 8 (Einkommen) und Platz 3 (Arbeitsmarktsituation).
     
  • Gesundheit: Gesund fühlen sich die Franken nicht. Das taten sie aber 2012 schon nicht. Mit einem Wert von 6,3 (2012: 6,3) landet die Region auf den 14. Platz.
     
  • Suizidrate: Der Knackpunkt ist die hohe Zahl an Suiziden in der Region. Auf 100.000 Einwohner gibt es 6,5 Selbstmorde. Der Bundesdurchschnitt liegt mit 4,7 weit darunter.
     
  • Regionale Attraktivität: Der zweite Malus in der Statistik ist die geringe touristische Anziehungskraft. Auf jeden Einwohner kommen 4,5 Gäste, die in Franken übernachten. Beim Bundesdurchschnitt kommen 4,9 Übernachtungen auf jeden Einwohner. Allerdings stammen die Übernachtungszahlen aus dem Glücksatlas aus dem Jahr 2011. 2012 verzeichnete Franken einen neuen Rekord bei den Übernachtungszahlen.

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Seit 2011 veröffentlicht die Deutsche Post jährlich einen Glücksatlas, in dem 19 Regionen in Deutschland verglichen werden. Dieses Jahr erreichte Franken mit 6,95 Punkten auf einer Skala von 1 bis 10 ein historisches Tief. Nur 2006 zur Wirtschaftskrise war der Wert mit 6,90 niedriger. Damals sank der Wert aber durchgehend in allen 19 Regionen.

Die Datenbasis des "Deutsche Post Glücksatlas 2013" beruht sowohl auf dem Sozio-oekonomischen Panel (SOEP), das seit 1984 die Lebensumstände der Menschen in Deutschland jährlich repräsentativ abbildet, als auch auf aktuellen Umfragedaten des Instituts für Demoskopie Allensbach vom Sommer 2013 (3.073 repräsentativ Befragte ab 16 Jahre).

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Katrin Wiersch

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