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Fantrennung und Light-Bier: So soll das Derby sicher werden

Ultras von Nürnberg und Fürth geben sich ruhig - Noch Karten verfügbar - 24.02.2016 08:56 Uhr

Im Schutz der Polizei werden die Fürther Fans auch dieses Mal ins Stadion begleitet.

Im Schutz der Polizei werden die Fürther Fans auch dieses Mal ins Stadion begleitet. © ath.t.


Für Unbedarfte könnte die reine Papierform alles klar erscheinen lassen. Die Club-Mannschaft um Cheftrainer René Weiler hat sich mit inzwischen 38 Punkten auf Tabellenplatz drei der zweiten Bundesliga vorgearbeitet. Das Kleeblatt segelt mit 29 Zählern im Tabellenmittelfeld dahin. Im direkten Aufeinandertreffen stehen die Vereine in keiner direkten Konkurrenz. Das könnte auch die Ultra-Lager beider Seiten besänftigen, die bei den Derbys jüngeren Vergangenheit auf Krawall gebürstet waren – die "Banda di Amici" und die "Ultras Nürnberg 94" deutlich mehr als die Fürther "Horidos".

Aktuell herrscht zwischen den Ultra-Lagern beider Vereine keine aufgeheizte Stimmung, lautet die Lageeinschätzung der Polizei. Bislang habe es "keine größeren Provokationen gegeben", so Polizeisprecherin Elke Schönwald. Gleichwohl gilt das Derby am Freitag (Anstoß: 18.30 Uhr im Frankenstadion) als Risikospiel, weshalb die Einsatzkräfte wieder starke Präsenz zeigen werden. Wie schon in der Vergangenheit basiert das Einsatzkonzept auf strikter Fan-Trennung.

Das bedeutet: Die Gästefans haben Karten für den Stadionblock 25 und werden von Südwesten her zur Fußballarena geführt. Der harte Kern des Club-Anhangs residiert bekanntlich in der Nordkurve des Stadions. Dazwischen sorgen unter der Überschrift "Sektorenbegrenzung" Gitter und Polizeikräfte für Abstand. Zudem wird auf dem Stadiongelände ausschließlich alkoholreduziertes Bier (bis 2,5 % vol.) ausgeschenkt.

Nicht zuletzt ist eine ganze Reihe mutmaßlicher Krawallmacher vom Derby ausgeschlossen. Für 71 Angehörige der Nürnberger Fanszene gelten aktuell bundesweite Stadionverbote. Weitere 32 gewaltaffine Fußballfreunde müssen dem Stadion aufgrund von jugendgerichtlichen Weisungen oder von Bewährungsauflagen fernbleiben. Stadionverbote speziell für dieses Derby – sogenannte präventiv-polizeiliche Maßnahmen – hat die Polizei nicht verfügt, so Schönwald am Dienstag auf Anfrage.

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Rund 1100 Fürther Fans, darunter wohl viele der "Horidos", reisen gemeinsam an. Unter dem Motto "Auf zum Derby-Sieg" treffen sie sich um 15.30 Uhr am Fürther Hauptbahnhof. In drei U-Bahn-Sonderzügen der VAG geht es dann zum U-Bahnhof Bauernfeindstraße. Von dort geleitet die Polizei die weiß-grünen Fußballfreunde im Pulk zur Stadion-Südseite. Insgesamt werden aus der Nachbarstadt rund 4000 Anhänger erwartet. Auf Seiten der Nürnberger Fußballfans geht die Polizei bislang von individuellen Anreisen aus. Von einem organisierten Anmarsch der Nürnberger Ultras ist nichts bekannt.

Für alle Kurzentschlossenen gibt noch zahlreiche Tickets für das Derby. Vor allem im Oberrang der Südkurve sind noch über 2000 freie Plätze verfügbar, aber auch auf der Haupttribüne gibt es noch Kapazitäten (Stand: Mittwoch, 7.30 Uhr). Der FCN kündigte umfangreiche Personenkontrollen an und bittet Stadionbesucher, möglichst frühzeitig anzureisen. Zudem empfangen die Ice Tigers fast zeitgleich (19.30 Uhr) nebenan in der Arena die Kölner Haie - gepaart mit dem üblichen Feierabendverkehr und dem Aufkommen rund um die Freizeitmesse droht im Nürnberger Südosten ein Verkehrskollaps. Noch ein Grund mehr, lieber etwas früher aufzubrechen.

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Tilmann Grewe/psz

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Internet: http://www.fcn.de

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Greuther Fürth Logo

Gründungsdatum: 23.09.1903

Mitgliederzahl: 2550



Kurzbeschreibung: Die Spielvereinigung Greuther Fürth feierte als Fußballverein ihre größten Erfolge in der Vereinsgeschichte mit drei deutschen Meistertiteln in den Jahren 1914, 1926 und 1929 als SpVgg Fürth. Nach dem 2. Weltkrieg konnte die Spielvereinigung jedoch nie wieder an die großen Erfolge anknüpfen und sich folglich auch nicht für die 1963 gegründete Bundesliga qualifizieren.

Mit dem Sturz bis in die Landesliga versank der Traditionsverein in den 80er Jahren endgültig in der Bedeutungslosigkeit. Aufwärts ging es erst wieder 1994, als die Qualifikation für die neu gegründete Regionalliga gelang. Zwei Jahre später trat die Fußballabteilung des TSV Vestenbergsgreuth der SpVgg bei. Seitdem gehören die Geldsorgen der Vergangengeit an, der traditionsreiche Name SpVgg Fürth wurde um den Zusatz Greuther ergänzt.

Seit 1997 spielte die Spielvereinigung ununterbrochen in der 2. Bundesliga, bis im Mai 2012 endlich der ersehnte Aufstieg in die Bundesliga gelang. Dort allerdings blieb der Erfolg aus, so dass Fürth seit der Spielzeit 2013/2014 wieder im Unterhaus antreten muss. Seine Heimspiele trägt der Verein, der im Volksmund "Kleeblatt" genannt wird, im altehrwürdigen Ronhof aus. Ein geplanter Stadionneubau am Rhein-Main-Donaukanal hat sich Ende 2012 zerschlagen.

Deutscher Meister: 1914, 1926, 1929

Aus dem Redaktions-Blog

Die Autorinnen des NZ-Blogs „Greuther-Weiber“ haben ganz unterschiedliche Motive, über den Fürther Traditions-Fußballverein und sein Schicksal zu schreiben.
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Internet: http://www.greuther-fuerth.de

Franken-Wiki: http://franken-wiki.de/index.php/SpVgg_Greuther_F%C3%BCrth

Kurzbeschreibung: Seit über 100 Jahren duellieren sie sich: Das Derby zwischen dem 1. FC Nürnberg und der SpVgg Greuther Fürth ist immer ein ganz besonderes Spiel. Kein Derby in Deutschland wurde öfter gespielt als das Duell zwischen dem Club und dem Kleeblatt.

Franken-Wiki: http://franken-wiki.de/index.php/Fr%C3%A4nkisches_Derby