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Galerie Atzenhofer wechselt wieder die Räume

Nürnberger Kunsthändler ziehen um an den Weinmarkt - 15.12.2016 16:19 Uhr

Ihre Vernissagen sind stets bestens besucht: Lydia Schuster und Anton Atzenhofer sind beruflich und privat ein Paar. © Foto: Edgar Pfrogner


Galeristin Lydia Schuster und ihr Partner, der Grafikdesigner Anton Atzenhofer, sind seit zehn Jahren als Kunstvermittler in der Nürnberger Altstadt tätig. Ihre ersten Ausstellungsräume fanden sie einst in einem historischen Gebäude in der Weißgerbergasse, vor vier Jahren kauften sie dann ein erheblich größeres Ladenlokal am Maxplatz. Gezeigt wurden an beiden Standorten vor allem Arbeiten von wichtigen zeitgenössischen Vertretern der gegenständlich-figürlichen Malerei und Plastik, aber auch von herausragenden Cartoonisten wie Jules Stauber oder Gerd Bauer.

Seit einigen Jahren erschien zu jeder Einzelschau ein sorgfältig gestalteter kleiner Katalog. In vielen Fällen wurde die Präsentation überdies von stets originellen musikalischen, literarischen oder filmischen Veranstaltungen begleitet.

Beliebte Vernissagen

Die Vernissagen der Galerie Atzenhofer entwickelten sich im Lauf der Jahre zu wirklichen gesellschaftlichen Ereignissen mit einer öffentlichen Resonanz, die mittlerweile weit über den inneren Kreis der örtlichen Kunstszene hinausreicht. Eigens angereiste Besucher aus anderen süddeutschen Städten (zum Beispiel aus München, Ingolstadt oder Stuttgart) sind keineswegs selten.

Unverkennbar Oleg Popov: Der Fürther Künstler Bruno Bradt hat den kürzlich verstorbenen russischen Clown getroffen und porträtiert. © Foto: privat


In ihrem künftigen Galerie-Domizil am Weinmarkt wollen Lydia Schuster und Anton Atzenhofer die besagte Veranstaltungstätigkeit ein bisschen reduzieren. Stattdessen möchten sie „ihre“ Lieblingskünstlerinnen und -künstler in den nächsten Jahren zunehmend im Rahmen der diversen deutschen Kunstmessen präsentieren. Noch einige weitere Veränderungen sind geplant, Einzelheiten will das Galeristen-Paar jedoch erst verraten, wenn diese „wirklich spruchreif“ sind. Anton Atzenhofer zeigt sich jedenfalls fest entschlossen, seiner eigenen künstlerischen Tätigkeit in Zukunft wieder mehr Zeit zu widmen. Daher wird er bald ein neues Atelier mit Laden in der Weißgerbergasse (ganz in der Nähe des ersten Galeriestandortes) beziehen.

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Menschenbilder von Brundo Bradt

Doch vorläufig ist noch bis Ende Dezember die letzte Ausstellung in der Galerie Atzenhofer am Maxplatz geöffnet. Zu sehen sind fast fotorealistisch gezeichnete, individuelle Eigenheiten beleuchtende Menschenbilder von Bruno Bradt. Der 1962 in Temeswar (Rumänien) geborene und heute in Fürth lebende Grafikdesigner porträtiert gelegentlich Berühmtheiten wie den Star-Clown Oleg Popov. Hauptsächlich gilt Bradts Interesse jedoch den Namenlosen, den Zufallsbekanntschaften, deren Charaktereigenschaften er zeichnerisch und malerisch zu veranschaulichen versucht. Außerdem umfasst die aktuelle Ausstellung ein paar repräsentative Arbeiten von Künstlerinnen und Künstlern, welche die Galeristen besonders schätzen. Dazu gehören unter vielen anderen Gerd Bauer, Cornelia Effner, Eun Hui Lee, Johannes Grützke, Uschi Neuwert und Gerhard Loos.

Galerie Atzenhofer, Maxplatz 46: Bruno Bradt & Accrochage. Bis 30. Dezember, Do.–Sa. 13–19.30 Uhr. 

BERND ZACHOW

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