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Hauptbahnhof: Abrupt endende Radwege nerven Radler

Baureferent Daniel Ulrich verteidigt unterbrochene Streifen - 04.10.2017 12:09 Uhr

Abruptes Ende eines Radwegs: Nicht nur vor dem Hauptbahnhof, sondern auch gegenüber am Königstorgraben hört der rote Streifen kurz vor dem neu angelegten Überweg auf. © Foto: Jo Seuß


Wie ein roter Teppich schauen die breiten neuen Radstreifen im Umfeld des Hauptbahnhofs aus. Doch sowohl am Königstorgraben als auch am Bahnhofsvorplatz endet der Radweg abrupt ohne Vorwarnung und mit einem Stummel. "Was soll das bedeuten?" fragen sich Radfahrer vor Ort, weil unklar sei, ob sie auf dem hellen Pflaster absteigen müssen oder noch weiterfahren dürfen.

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Auch der ADFC-Kreisvorsitzende Jens Ott ist kürzlich über die Radwegstummel gestolpert. "Ursprünglich waren hier durchgehende Radwege geplant", betont er, doch dann habe die Stadtverwaltung ohne Rückmeldung die Markierung im Umfeld des neuen Überwegs vom Hauptbahnhof zum Königstorgraben geändert. "Wir sind alles andere als begeistert", sagt Ott, der enttäuscht ist, dass die Stadt die ADFC-Vorschläge zum Nachbessern - etwa in Form eines Schachbrettmusters im Ampelbereich oder per Signalanlage - abgelehnt hat.

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Während Ott einen "Schildbürgerstreich" wittert sowie heftige Diskussion und auch Probleme mit Fußgängern vorhersagt, ist Baureferent Ulrich vom Konzept überzeugt. Die Gestaltung mit der Radweglücke sei so gewollt und ein "bauliches Signal", das auf den "shared space" (gemeinsamen Raum der Verkehrsteilnehmer) beim Überweg hinweise. Es sage Radlern, dass sie vorsichtig sein müssen.

Ulrich kündigt eine erklärende Beschilderung an, was der ADFC für dringend notwendig hält. Ansonsten spricht der Baureferent von einer "markierungstechnischen Übergangsphase" mit Blick auf angrenzende Straßenbereiche, die vom Umbauprojekt des Bahnhofsplatzes nicht profitieren, weil sie "außerhalb der Maßnahmengrenze liegen". 

j.s.

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