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Fürths Bürger bekommen ihr "Julius-Hirsch-Sportzentrum"

Kleeblattstadt ehrt den jüdischen SpVgg-Meisterkapitän von 1914 posthum - 27.02.2014 16:14 Uhr

Magdeburg 1914: Julius Hirsch (rechts) bei der Platzwahl im Endspiel um die Deutsche Meisterschaft. Er war Kapitän der Meisterelf. © Archiv SpVgg Greuther Fürth


Andreas Hirsch, Enkel des Namensgebers, war nach der Entscheidung dementsprechend glücklich: "Dass 100 Jahre nachdem Julius Hirsch die SpVgg Fürth zu ihrer Deutschen Meisterschaft geführt hat, eine neue Sporthalle nach ihm benannt werden soll, ist sehr passend, ein gutes Zeichen und erfüllt uns mit großer Freude."

In den vergangenen Wochen hatten sich mehr als 1100 Fürther Bürger per Unterschrift für eine Benennung des neuen Sportzentrums an der Kapellenstraße nach dem 1943 ins Vernichtungslager Ausschwitz-Birkenau deportierten Hirsch ausgesprochen. Der Stadtrat nahm dieses Votum zum Anlass, einstimmig für den Namen "Julius-Hirsch-Sportzentrum" zu stimmen. Nur kurz war der ehemalige US-Außenminister Henry Kissinger als Namensgeber in der Verlosung.

Der Name Julius Hirsch ist auch weit über die Grenzen der Kleeblattstadt hinaus bekannt. Seit 2005 verleiht der Deutsche Fußball Bund einen Preis an Persönlichkeiten und Gruppierungen, die sich gegen Diskriminierung, Antisemitismus und Rassismus im Fußball engagieren. 2013 sind damit unter anderem die Ultras Nürnberg für eine spektakuläre Choreografie ausgezeichnet worden. 

stw

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