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Nach Pyro-Eklat: 1. FC Nürnberg bestraft Ultras hart

Container vor der Nordkurve bleibt bis auf Weiteres geschlossen - 22.10.2016 21:37 Uhr

Rauch aus dem Gästeblock in Karlsruhe: Das Verhalten einiger Anhänger hat nun Konsequenzen für die Gruppierungen Ultras Nürnberg und "Banda di Amici". © dpa


Der 1. FC Nürnberg macht nach den wiederholten Verfehlungen einiger Unverbesserlicher in Karlsruhe ernst: Neben einem kurzfristig auferlegten Choreo-Verbot gegen Hannover 96 hat der Verein nun weitreichendere Maßnahmen gegen die Ultras ergriffen.

Bis auf Weiteres bleibt auch der Container vor der Nordkurve geschlossen, aus dem die Ultras bei Heimspielen eigene Fan-Artikel verkaufen und der als Anlaufpunkt für Mitglieder während der Spiele dient. Damit dürfte der FCN die Gruppe an einem empfindlichen Punkt treffen: Die aus den Verkäufen erzielten Erlöse machen einen großen Teil ihrer Finanzierung aus. Auch die Vorbereitungsmöglichkeiten für die Ultras sind deutlich beschränkt worden.

Die Konsequenzen sind das Ergebnis einer Fanbeiratssitzung am Freitag, bei der sich Club-Finanzvorstand Michael Meeske nach dem Eklat in Karlsruhe mit Vertretern von Ultras und BDA zur Aussprache traf. Vermummte Anhänger hatten am Sonntag bei einer 2:0-Führung für die eigene Mannschaft mit Böllerwürfen und dem Abbrennen von Pyrotechnik Verletzungen Unbeteiligter und einen Spielabbruch billigend in Kauf genommen.

In einer ersten Stellungnahme nach den Vorkommnissen hatte der FCN die Ultras und die BDA erstmals öffentlich konkret für Verfehlungen wie die in Karlsruhe in die Verantwortung genommen. Die nun verhängten Sanktionen stießen bei den beiden Gruppen naturgemäß auf wenig Gegenliebe.

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Das tut weh: Der DFB und seine Strafen gegen den Club

Immer wieder sorgt ein kleiner Teil des treuen Club-Anhangs für Ärger. Der DFB reagierte in der Vergangenheit mit teils empfindlichen Strafen, dennoch muss nach FCN-Spielen weiterhin oft mehr über die Zuschauer gesprochen werden als über das Spiel. Die größten Fan-Exzesse der letzten Jahre, bei denen Sanktionen im fünf- bis sechsstelligen Bereich ausgesprochen wurden, in der Übersicht.


Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version des Artikels schrieben wir, dass Ultras und BDA Artikel aus Containern vor der Nordkurve verkaufen. Das ist nicht korrekt. Nur die Ultras haben einen Container, BDA darf aufgrund früherer Pyro-Vergehen schon länger nicht mehr verkaufen. Wir haben die entsprechende Passage korrigiert und die Überschrift angepasst (Stand: 22.10., 21.30 Uhr). 

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