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Neumarkter Lammsbräu kann Bierabsatz steigern

Familienunternehmen trotzt bayerischem Negativ-Trend - 14.02.2017 15:01 Uhr

Regional und ökologisch zum Erfolg


Die Neumarkter Lammsbräu hat entgegen dem bayerischen Branchentrend und trotz Umbaus auf dem Produktionsgelände im vergangenen Jahr mehr Bier verkauft.

Der Bierabsatz ist 2016 um neun Prozent auf über 86.000 Hektoliter gestiegen, der Absatz bei alkoholfreien Getränken kletterte um 7,2 Prozent. Zusammengenommen lag der Absatz damit erstmals über der Marke von 200.000 Hektolitern, teilte die Brauerei mit. Damit entwickelten sich die Oberpfälzer anders als der bayerische Durchschnitt: Der Bierabsatz der rund 630 Brauereien im Freistaat ist im vergangenen Jahr um 1,1 Prozent auf 23,5 Millionen Hektoliter zurückgegangen.

Große Investitionen des Familienunternehmens

"Wir haben ein sehr spannendes Jahr hinter uns", sagte Geschäftsführerin Susanne Horn bei einem Pressegespräch im Vorfeld der Nürnberger Fachschau BioFach, die heute startet. Denn die Neumarkter Lammsbräu, die sich selbst als Pionier auf dem Bio-Getränkemarkt sieht, hat „im Herzen bei laufendem Betrieb“ umgebaut. Auf dem Gelände des Familienunternehmens mit 119 Mitarbeitern entstanden 2016 ein neuer sogenannter Tunnelpasteur sowie eine Gär- und Lagerhalle. Investitionssumme: zehn Millionen Euro.

Der Umsatz kletterte um 13,2 Prozent auf 23,2 Millionen Euro und übertraf damit die ursprüngliche Prognose, die wegen des Umbaus vorsichtig ausgefallen war. Das Wachstum soll im laufenden Jahr weitergehen.

Regionalität im Vordergrund

Die Brauerei setzt bei der Bierproduktion ganz auf regionale Rohstoffe. Dafür hat sie eine Erzeugergemeinschaft initiiert, der mittlerweile 164 Landwirte im 70-Kilometer-Radius rund um Neumarkt angehören.

Der Export ist für die Öko-Brauerei weitgehend tabu. Während viele Brauer im Freistaat wegen des stagnierenden Heimatmarktes Wachstumschancen immer stärker im Ausland sehen, verlassen nur drei Prozent des oberpfälzer Gerstensaftes die deutschen Grenzen — vor allem ins benachbarte Österreich sowie nach Südtirol. Anfrage aus Asien werden wegen der weiten und umweltschädlichen Transportwege dagegen regelmäßig abgelehnt, so Horn. 

Markus Hack

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