5 Tipps für die Noris

Auch in Nürnberg daheim! Das steckt hinter dem Trend "Ghostkitchen"

8.11.2021, 10:22 Uhr
Das Prinzip

Das Prinzip "Ghost Kitchen" ermöglicht es Tau Nguyen, die Vielfalt der asiatischen Küche in Nürnberg und Fürth anzubieten. © Tau Nguyen

Wie der Name "Ghost Kitchen" schon vermuten lässt, läuft hier einiges anders als in herkömmlichen Lokalen. Zwar ist die Geisterküche mitnichten leer, dafür gibt es aber keine Bewirtung vor Ort und damit keine Gäste im Restaurant. Am Herd wird dennoch fleißig gewerkelt, jedoch ausschließlich für Kundschaft, die beliefert wird.

Nach jahrelanger Planung setzt Tau Nguyen neben den Restaurants namens CôCô in Nürnberg und Fürth das neue Konzept der Ghost Kitchen um. "Seit vor ein paar Jahren in Amerika und später auch in Europa diese Art der Bewirtung populär geworden ist, hatten wir die Idee, das auch in Deutschland zu probieren", so Nguyen. Die Vorteile liegen ihm zufolge auf der Hand: "Man spart an Miete und Kosten für die Kellner, außerdem kann man sich voll auf die Qualität des Essens konzentrieren."

Mit Erfolg, denn der Aufschwung, den er vor allem seit der Pandemie erlebt hat, lasse darauf schließen, dass "wir den richtigen Weg gewählt haben".

Die Lokale "Vegan 811" und "Go Viet Fusion" sind beides Geisterküchen. Außerdem gehören folgende Lokale dazu, die Servicebetrieb anbieten: das "CôCô – sushi & grill" in Fürth, "CôCô – Taste of asia" und das "CôCô – Indochine" in Nürnberg. Die Speisen für die Fusionsküche des Go Viet werden im CôCô sushi & grill zubereitet und von dort aus ausgeliefert, das Vegan 811 hat eine eigene Küche.

Inhaber Tau Nguyen hat über 15 Jahre lang als Koch Erfahrungen gesammelt. Zuerst lernte er die japanische, dann die französische Küche kennen. Irgendwann kam ihm die Idee, europäische und asiatische Einflüsse zu verbinden.

Auch Sommerrollen sind in der virtuellen Speisekarte enthalten.

Auch Sommerrollen sind in der virtuellen Speisekarte enthalten. © Tau Nguyen

Klingt kompliziert

Fünf Restaurants gleichzeitig zu führen, klingt kompliziert, lohnt sich aber, da mit dem Prinzip des "fusion cooking", also der Kombination unterschiedlicher Esskulturen und Kochkünste, den Gästen eine große Auswahl angeboten werden kann.

Die Bestellung läuft am Laptop oder Smartphone über die virtuelle Speisekarte. Ein Klick, schon wandert der Auftrag in den Warenkorb und circa 30 Minuten später in unsere Mägen – ob zuhause, im Büro oder unterwegs.

Nguyen kann sich freuen: Das Prinzip Ghost Kitchen hat sich vor allem im Pandemie-Jahr 2020 bewährt und sich dabei stetig weiterentwickelt. Lieferbetriebe konnten auch während der Lockdown-Phasen weitermachen, das Geschäft boomte.

Jede Menge Lieferanten

"Wo Corona andere Lokale hart auf die Probe gestellt hat, war es für uns die beste Zeit, sich zu etablieren", sagt Nguyen. Allerdings braucht er für sein Business sowohl jede Menge Lieferanten für den Raum Nürnberg und Fürth als auch Transportmittel.

Dabei setzt Nguyen auch auf "custom made", also auf zugeschnittene Mahlzeiten. Die Bestellungen von Dauerkunden und Dauerkundinnen werden gespeichert, verrät der Unternehmer. So lasse sich ein individuelles Menü zusammenstellen – mit den jeweiligen Favoriten. Das spare auch den Kunden Zeit.

Unsere Empfehlungen

Der Test zeigt: Ob Tofu Kokos Erdnuss Curry mit Reis, Curry Tofu und Pho Curry Chicken mit Reisnudeln, Buddha Rolls oder Crunchy Veggie Sushi – alles kommt in wiederverschließbaren Pappbehältern in großen Portionen, zum Sushi gibt es Stäbchen.

Was gefällt: Die Mischung aus mild und würzig sowie das knackige Gemüse sind ansprechend und anregend.


Das virtuelle Food-Shopping-Erlebnis können Interessierte bei allen dazugehörigen Restaurants in Nürnberg und Fürth von Montag bis Freitag von 11:30 bis 14:30 Uhr und abends von 17 bis 22 Uhr testen, an Samstagen und Sonntagen jeweils von 11:30 bis 22 Uhr.

Mehr Informationen in unserer Rubrik Essen und Trinken!

Keine Kommentare