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Im Historischen Rathaus lockt Feines im Weckglas

Geht nicht, gibt's nicht: Der Spießgeselle Nürnberg hat ein Lädla eingerichtet - 17.12.2020 16:42 Uhr

Der "Kastellan" Dirk Seul (re.) mit seinem neuen Küchenchef Oliver Zahl im Restaurant "Zum Spießgesellen", das sein Foyer zum "Lädla" umgewandelt hat.

17.12.2020 © Foto: privat


Im Spießgesellen im Historischen Rathaus Nürnberg hat man einen ungewöhnlichen Weg gefunden, um trotz Einschränkungen weiterkochen zu können. Unterstützung kommt vom neuen Küchenchef.

Wer regionale Küche und Spezialitäten vom Spieß genießen will, kommt am Restaurant Zum Spießgesellen nicht vorbei. Seit mittlerweile zwölf Jahren gibt es das Gasthaus im Historischen Rathaus.

Dieses Jahr ist anders, auch für den Spießgesellen. Wo sonst 240 Gäste Platz finden, darf heute niemand bewirtet werden. Doch kalt bleibt die Küche hier nicht. Dirk Seul und seine Partnerin Alexandra Urban, die das Familienunternehmen als "Generalissima" und "Kastellan" führen, haben sich etwas einfallen lassen, um die Nürnberger trotz aller Widrigkeiten bekochen zu können.


Sorglos schlemmen an den Festtagen.


Im Foyer des Spießgesellen, in dem früher Gesellschaften empfangen wurden, befindet sich inzwischen ein "Lädla". In dessen Regalen reihen sich die Weckgläser. Diese bergen fränkische Spezialitäten aus der Küche – fertig zubereitet, müssen sie daheim nur noch aufgewärmt werden. "Es gilt, die Qualität der Ware zu erhalten", erklärt Seul. "Einwecken ist dafür der beste Weg."

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Das Angebot liest sich gewohnt deftig. Neben Eintöpfen und Suppen gibt es Spießbraten vom Schwein, Sauerbraten und ebenso saure Zipfel oder auch Ochsenbäckchen. Besonders stolz ist man auf das Schäufelerilette, einen Brotaufstrich aus zerfasertem Schäufele und Schmalz. Natürlich mangelt es nicht an Beilagen, auch der süße Gaumen wird bedacht. Je nach Art der Speisen, sind die Gerichte im Glas bis zu einem halben Jahr haltbar. Feste Menüs gibt es nicht, sie lassen sich individuell zusammenstellen.


Mit dem Öko-Kistla den Reichtum der Fränkischen Schweiz nach Hause holen.


Bei der Zubereitung der Gerichte kommt dem Spießgesellen die Expertise des neuen Küchenchefs zugute. Oliver Zahl ist seit dem 15. Oktober dabei und kümmert sich als Leiter der Küche um ein Team von etwa zwölf Mitarbeitern. Bevor er als Chefkoch zum Spießgesellen kam, konnte der Nürnberger vielfältige Erfahrungen sammeln. So machte der 28-Jährige u.a. Station in den Entenstuben sowie im Essigbrätlein – beide ausgezeichnet vom Guide Michelin. Auch als Leiter des Partyservice von Lehrieder Catering, im Schlosshotel Kronberg bei Frankfurt sowie während eines "Work and Travel" in Australien hatte Zahl Gelegenheit, sich umfassende Expertise anzueignen.

Als Küchenchef ist er nun nicht nur zuständig für die Führung des Teams, sondern auch verantwortlich für den Einkauf und das Sicherstellen der Qualität. Wichtig ist ihm dabei in erster Linie "gute, ehrliche und leckere Küche".

Das Lädla hat trotz Lockdown von Montag bis Samstag je von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Infos gibt es auf www.spiessgeselle.de oder unter Telefon (09 11) 23 55 55 25.

Mehr Informationen in unserer Rubrik Essen und Trinken!


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