Mini-SUV auf Yaris-Basis

Toyota Yaris Cross: Ganz auf Hybrid gepolt

29.9.2021, 08:31 Uhr
Der Toyota Yaris Cross fährt immer mit elektrischer Unterstützung.

Der Toyota Yaris Cross fährt immer mit elektrischer Unterstützung. © Toyota

Modernste Hybridtechnik zieht auch bei den SUVs der Marke Toyota ein. Als neuestes Mitglied der Modellfamilie begrüßen die Händler jetzt den Yaris Cross, der – der Name verrät es – auf dem Kleinwagen Yaris basiert. In Deutschland wird der Cross ausschließlich mit dem nun in vierter Generation vorgestellten Hybridantriebssystem angeboten, wahlweise kann er auch mit Allrad geordert werden. Zudem soll schon Ende des Jahres ein noch kleinerer Mini im SUV-Kleid folgen, der Aygo Cross nämlich, und Mitte nächsten Jahres ist dann der Corolla Cross an der Reihe. Damit auch die größeren Toyota-SUVs Erwähnung finden: Auch der extrovertierte C-HR und der luxuriöse Highlander geben sich als elektrische Teilzeitarbeiter. Einen Stecker hat aber keiner von ihnen; einzige Plug-in-Hybride im Toyota-Programm bleiben der noch ziemlich frische RAV4 PHEV mit 225 kW/306 PS und der Prius PHEV.

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Die "Cross"-Variante ist vom Kleinwagen Yaris abgeleitet. © Toyota

Zurück zum Yaris Cross: Als Verbrenner treibt ihn ein neuentwickelter 1,5-Liter-Dreizylinder mit 68 kW/92 PS in Verbindung mit einem Elektromotor (59 kW/80 PS) an, der beim Allradmodell die Kraft auf die Hinterachse leitet. Als Systemleistung werden 85 kW/116 PS angegeben. Eine CVT-Automatik nimmt die Schaltarbeit ab.

Nah am Normverbrauch

Wie erste Probefahrten deutlich machten, geht der Yaris Cross sehr sparsam mit dem Sprit um. Überwiegend auf der Landstraße bewegt, lag er in der Praxis meist nah am genormten Mixwert von fünf Litern auf 100 Kilometer, entsprechend 113 g/km CO2-Ausstoß. Freilich ergeben sich insbesondere bei zügiger Autobahnfahrt Zuschläge, die aber laut Herstellerangabe mit ein bis gut eineinhalb Litern verträglich ausfallen sollen. Als Reichweite nennt Toyota günstigenfalls bis zu 800 Kilometer, trotz des kleinen 36-Liter-Tanks.

Ausstattungsabhängig gibt es einen bis zu neun Zoll großen Touchscreen.

Ausstattungsabhängig gibt es einen bis zu neun Zoll großen Touchscreen. © Toyota/aum

Der 4,18 Meter lange (24 Zentimeter Längen-Plus gegenüber dem klassischen Yaris) und viertürige Kompaktwagen, den Toyota um drei Zentimeter höher gesetzt hat, bietet den Insassen ordentlich Platz. Sein Ladevolumen reicht von 320 über 397 Liter (abhängig vom Ladeboden) bis zu 1097 Liter. Auf den Haken nehmen kann der Cross bis zu 750 Kilo.

Basismodell mit Frontantrieb

Der Yaris Cross mit Frontantrieb steht zu einem Einstiegspreis von 22.690 Euro in der Liste, aber in der gut ausgestatteten Stufe "Elegant" fallen – ebenfalls für den Fronttriebler – mindestens 29.990 Euro an. Mit Sonderausstattung (Zweifarblackierung, Teilleder, Vision-Paket) kommen noch rund 1800 Euro hinzu. Hinsichtlich Assistenz und Komfortmäßig ist dann allerdings alles an Bord, was sich der anspruchsvollere Kunde so wünscht. Außer Allradantrieb - den gibt es in der Variante "Team Deutschland" ab 29.060 Euro. Diese "Team"-Variante soll das Zeug zum meistverkauften Modell haben, meint Toyota-Sprecher Thomas Schalberger. Die darüber positionierten, teureren „Adventure“-Versionen sind optisch noch rustikaler gestylt.

RAV4 als SUV-Pionier

Toyota brachte als (praktisch) erster Hersteller einen SUV, den RAV4, auf den Markt. Damit begründeten die Japaner bereits im Sommer 1994 das seitdem weltweit boomende Segment. Drei Jahre später ließ der japanische Hersteller das erste Serienmodell mit Hybridantrieb folgen, den Kompaktwagen Toyota Prius. Bei den ausschließlich batterieelektrisch angetriebenen Fahrzeugen (als BEV bezeichnet) hapert es heute hingegen noch bei Toyota, nur der Kleintransporter beziehungsweise -bus Proace ist entsprechend ausgestattet zu haben. Immerhin führt man mit dem Mirai eines der rare Wasserstoff-Fahrzeuge im Programm.

Das Concept-Car BZ4X gibt einen seriennahen Ausblick auf Toyotas neues batterieelektrisches Mittelklasse-Modell.

Das Concept-Car BZ4X gibt einen seriennahen Ausblick auf Toyotas neues batterieelektrisches Mittelklasse-Modell. © Toyota

Ab Sommer 2022 will Toyota aber Ernst machen mit dem batterieelektrischen Stromern und bringt mit dem BZ4X das erste von sechs Elektroautos auf den Markt. Der Mittelklassewagen steht auf der neuen e-Plattform e-TNGA, die zusammen mit Subaru entwickelt wurde. Die großen Ziele für die nähere Elektro-Zukunft teilt Toyota mit anderen Herstellern: So sollen die Batterien nach zehn Jahren noch 90 Prozent leisten, außerdem sollen die Kosten der Akkus sinken und diese gleichzeitig weniger verbrauchen.

Toyota Yaris Cross in Kürze:

Wann er kommt: Markteinführung ist bereits erfolgt

Wen er ins Visier nimmt: VW T-Cross, Seat Arona, Renault Captur etc.

Was ihn antreibt: 1,5-Liter-Dreizylinder mit 68 kW/92 PS, Elektromotor mit 59 kW/80 PS, Systemleistung 85 kW/116 PS

Was er kostet: Ab 22.690 Euro

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