Donnerstag, 22.04.2021

|

zum Thema

Aktionskünstler will Bayreuths Festspiele in Regenbogenfarben hüllen

Der bekannte 82-Jährige wurde von der Festspielleitung eingeladen - 04.02.2021 19:52 Uhr

Der österreichische Aktionskünstler Hermann Nitsch plant eine "Malaktion" bei den Bayreuther Festspielen. "Ich habe viel mit Rot gemalt. Aber gerade bei der "Walküre" möchte ich das ganze Farbspektrum einsetzen, alle Regenbogenfarben", sagte er im Interview des "Nordbayerischen Kuriers" (Freitag). "Es ist nicht so, dass ich eine Inszenierung aufbaue, die der "Walküre" entspricht, sondern eine Malaktion durchführe, die wohl indirekt mit der farbenprächtigen, breit ausladenden Musik von Richard Wagner zu tun hat."


Absage der Bayreuther Festspiele sorgt für hohe Verluste


Einladung von der Festspielleitung

Mit diesem Vorhaben folge der für seine Schüttbilder bekannte 82-Jährige auch den Plänen der Festspielleitung: "Ich bin eingeladen worden und man hatte bestimmte Vorstellungen. Man wollte gerne, dass ich während der drei Akte eine Malaktion durchführe. Das werde ich tun." Blut werde bei seiner Arbeit für die Festspiele voraussichtlich keine Rolle spielen. "Aber es sind noch Monate bis zur Aufführung. Ich kann mich auch vor mir selber noch nicht festlegen."


Hermann Nitsch: Auffangbecken für die Farbe


Die Festspiele hatten in der vergangenen Woche mitgeteilt, dass der auch als "Blutkünstler" bekannt gewordene Nitsch Richard Wagners Oper "Walküre" in diesem Jahr auf dem Grünen Hügel gestalten soll. Die Aktion ist Teil eines Ersatzprogramms für eine Neuinszenierung des "Ring des Nibelungen", die im vergangenen Jahr schon Premiere feiern sollte, wegen der Corona-Pandemie aber auf 2022 verschoben wurde.

Bilderstrecke zum Thema

Heiß und schick: Promi-Schaulaufen bei den Bayreuther Festspielen 2019

Wie jedes Jahr waren bei der Eröffnung der Richard-Wagner-Festspiele auch 2019 wieder einige Promis anzutreffen. Eine Neuproduktion der Oper "Tannhäuser" ist zur Premiere auf dem grünen Hügel zu hören.


dpa

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus dem Ressort: Kultur