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Instagram in der Kritik: Offener Brief von Kinderschützern

Das Unternehmen soll seine Pläne einer Plattform für Kinder aufgeben - 23.04.2021 12:37 Uhr

Kinder sollen eventuell ihre eigene App von der Fotoplattform Instagram erhalten. 

21.04.2021 © LIONEL BONAVENTURE, AFP


Bisher darf Facebook, Instagram und auch TikTok nur nutzen, wer mindestens 13 Jahre alt ist. Geht es nach Facebook-Gründer Mark Zuckerberg, sollen zukünftig auch kleinere Kinder die Foto-Plattform Instagram in einer Kinderversion nutzen dürfen.

Zuckerberg bestätigte die Pläne im April vor einem Ausschuss des US-Kongresses. Man befände sich allerdings noch in einem sehr frühen Stadium, so Zuckerberg. Das kinderfreundliche Instagram soll zum Beispiel nur bestimmte Inhalte anzeigen und Eltern die Kontrolle über das Social-Media-Verhalten ihrer Kinder geben. Werbung soll es nicht geben.

Spiel mit der Angst der Kinder

In einem zehn Seiten langen offenen Brief fordern rund 100 Organisationen und Einzelpersonen den Firmenchef dazu auf, seine Pläne für das Kinder-Instagram fallen zu lassen. Eine solche Plattform würde die Angst von Kindern ausnutzen, dass sie etwas verpassen, sind sich die Kinderschützer einig.

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Der Fokus der Plattform auf Aussehen und Selbstdarstellung sei nicht nur ein Problem für die Privatsphäre der Kinder, sondern auch für deren Wohlbefinden. Außerdem würden Kinder und Jugendliche dazu verleitet, ständig auf ihr Handy zu schauen und Fotos zu teilen.

Veröffentlicht wurde der Brief von der Organisation Commercial-Free Childhood. Unterzeichnet haben Kinderschutzorganisationen aus verschiedenen Ländern.

Rebecca Haase

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