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Aschermittwoch 2023: Warum wird der Tag gefeiert?

Simone Madre
Simone Madre

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5.5.2022, 09:00 Uhr
Am Aschermittwoch wird häufig Fisch gegessen.

© Jason Goh, Pixabay, LizenzCC Am Aschermittwoch wird häufig Fisch gegessen.

Aschermittwoch 2023: Ist der Aschermittwoch ein Feiertag? Was hat es mit dem Aschenkreuz auf sich? Und was hat das alles mit Ostern zu tun? Hier erhalten Sie alle Informationen rund um das Thema Aschermittwoch 2023.

Wann ist der Aschermittwoch 2023?

Der Aschermittwoch folgt auf den Faschingsdienstag und ist der erste Tag der siebenwöchigen Fastenzeit. Die Zeit zwischen dem Aschermittwoch und Ostern 2023 soll der Besinnung und dem Verzicht dienen. Der Aschermittwoch ist in Deutschland ein christlicher Festtag, jedoch kein Ruhetag.

- Was: Aschermittwoch 2023
- Wann: Mittwoch, 22. Februar 2023
- Wo: In ganz Deutschland

Ist der Aschermittwoch ein Feiertag?

In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist der Aschermittwoch kein Feiertag. Angestellte können sich jedoch für den Besuch einer Messe unbezahlt vom Arbeitgeber freistellen lassen. Dort haben Sie die Gelegenheit, das heilige Sakrament zu empfangen und sich auf die 40-tägige Fastenzeit vor Ostern einzustimmen.

Was ist die Bedeutung des Aschermittwochs?

Mit dem Aschermittwoch beginnt für viele katholische und evangelische Christen die 40-tägige Fastenzeit. Im neuen Testament wird überliefert, dass auch Jesus Christus 40 Tage in der Wüste verbrachte, um dort zu beten und fasten. Angelehnt an diese Zeitspanne, dauert auch die Fastenzeit knappe sieben Wochen. Der Aschermittwoch 2023 ist der erste Tag dieser Passionszeit.

Auch heute noch ist die Fastenzeit eine Phase des Verzichts und der Buße. In den 40 Tagen vor Ostern erinnern sich gläubige Christen an das Leid, das Jesus vor seiner Kreuzigung durchleiden musste. Während dieser Passionszeit verzichten katholische und evangelische Christen auf Alkohol, Kaffee, Süßigkeiten oder ein anderes Genussmittel. Die Fastenzeit dient auch dazu, den Glauben zu festigen und über das eigene Leben nachzudenken.

Das Aschenkreuz: Der Aschermittwoch und sein Symbol

Wie der Name vermuten lässt, spielt die Asche am 22. Februar 2023 eine große Rolle. Doch warum heißt der Aschermittwoch so und was ist ein Aschenkreuz?

- Die Bedeutung des Aschenkreuzes geht auf den Brauch zurück, die Palmzweige vom Palmsonntag des Vorjahres zu verbrennen. Mit der gesegnete Asche wird den Christen am Aschermittwoch ein Aschenkreuz auf die Stirn gemalt.

- Das Kreuz selbst ist ein Symbol des Anfangs und der Auferstehung. Für die Gläubigen bedeutet es, dass Altes vergehen muss, damit Neues entstehen kann. Somit ist das Aschenkreuz ein Sinnbild der Buße, der Reinigung und des Neubeginns.

- Bereits in der Spätantike wurden Christen, denen die Buße auferlegt worden war, am Aschermittwoch in ein Bußgewand gekleidet und mit Asche bestreut. Erst am Gründonnerstag wurden sie wieder zur Kommunion zugelassen.

Darf man am Aschermittwoch Fleisch essen?

Wie der Karfreitag ist auch der Aschermittwoch im christlichen Glauben ein strenger Fasten- und Abstinenztag. Traditionell wird am Aschermittwoch kein Fleisch gegessen. Stattdessen steht oft Fisch auf dem Speiseplan.

Der symbolische Verzicht auf Fleisch während der Fastenzeit soll den Menschen helfen, sich auf Gott und das geistliche Leben zu besinnen. Durch das Fasten sollen der Körper und die Seele gereinigt werden.

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