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Gründonnerstag 2023: Was feiert man in Deutschland am Gründonnerstag?

Simone Madre
Simone Madre

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5.5.2022, 10:48 Uhr
Bunte Ostereier hängen an einem Baum (Symbolbild). 

© Hauke-Christian Dittrich Bunte Ostereier hängen an einem Baum (Symbolbild). 

Der Gründonnerstag 2023: Vor seiner Hinrichtung nimmt Jesus mit seinen Jüngern das letzte Abendmahl ein. Dieses Ereignis wird von den Christen am Gründonnerstag gefeiert. Aber ist der Gründonnerstag ein Feiertag? Und welche Bräuche sind damit verbunden? Die Antworten lesen Sie hier!

Wann ist der Gründonnerstag 2023?

Der Gründonnerstag wird am Donnerstag vor Ostern gefeiert und fällt 2023 damit auf den 6. April. An diesem Tag zelebrieren die Christen das letzte Abendmahl, das Jesus zusammen mit seinen Jüngern einnahm, bevor er verraten und festgenommen wurde.

- Was? Gründonnerstag 2023
- Wann? Donnerstag, den 6. April 2023
- Wo? In allen Bundesländern in Deutschland

Ist der Gründonnerstag 2023 ein Feiertag? Und was bedeutet "Ruhetag" für den Gründonnerstag?

Der Gründonnerstag ist in Deutschland kein gesetzlicher Feiertag, sondern ein Ruhetag. Doch was bedeutet das genau? Grundsätzlich gilt, dass am Gründonnerstag ab 2 Uhr morgens Tanzverbot herrscht. Dieses geht direkt in das Tanzverbot am Karfreitag über.

Im Gegensatz zum Karfreitag 2023, der in Deutschland ein Feiertag ist, sind die Geschäfte am Gründonnerstag in der Regel zu den normalen Öffnungszeiten geöffnet. Die Antwort auf die Fragen: "Haben wir am Gründonnerstag frei?", lautet also "Nein". Am Gründonnerstag ist nicht arbeitsfrei, es wird normal gearbeitet.

Gründonnerstag 2023: Bräuche und Bedeutung

Am Gründonnerstag nimmt Jesus mit seinen Jüngern das letzte Abendmahl ein. Danach wird er von Judas verraten und von römischen Soldaten festgenommen. Aus diesem Anlass findet am Gründonnerstag eine Abendmahlmesse statt. Bei dieser Messe werden alle verfügbaren Glocken geläutet, die anschließen bis zur Osternacht verstummen. Mit diesem Brauch wollen die Christen ihrer Trauer um den Tod Jesu Ausdruck verleihen. Im Volksmund wird das Verstummen der Glocken damit erklärt, dass die Glocken "aus Trauer nach Rom geflogen" sind. Dort wollen sie dem Heiligen Vater beichten und um Segen bitten.

In einigen Gemeinden ist es am Donnerstag vor Ostern 2023 Brauch, dass Ministranten mit hölzernen Rätschen durch die Straßen ziehen und zum Gebet aufrufen.

Eine symbolische Bedeutung für die katholische Kirche hat bis heute die im Johannesevangelium überlieferte Fußwaschung. Diese gilt als Sinnbild der Reinigung und des Dienens und ist fester Bestandteil der Gründonnerstagsliturgie.

Warum heißt es Gründonnerstag?

Warum heißt der Donnerstag vor dem Karfreitag Gründonnerstag? Um die Namensherkunft des Gründonnerstags zu erklären, gibt es mehrere Ansätze:

- Eine Möglichkeit, warum der Gründonnerstag Gründonnertag heißt, ist seine Ableitung aus dem mittelhochdeutschen Wort "grînen". Im Hochdeutschen bedeutet das Greinen oder Weinen. Da an diesem Tag Jesus von seinem Jünger Judas verraten wurde, sind an diesem Tag viele Tränen vergossen.
- Ein anderer Erklärungsansatz ist das lateinische Wort "virides", das übersetzt "die Grünen" bedeutet. Mit den Grünen wurden im Mittelalter die Büßer bezeichnet, die am Ende der Fastenzeit wieder in die Gemeinschaft der Kirche aufgenommen wurden. Die Farbe Grün steht dabei für Erneuerung, Frische und Sündenlosigkeit.

Essen am Gründonnerstag: Welche Bräuche gibt es?

Wie das Grün in Gründonnerstag schon verrät, stehen an diesem Tag oftmals grünes Gemüse und grüne Kräuter auf dem Speiseplan. Dazu gehören auch Grünkohl, Brennnesseln und Salate. Besonders Spinat ist ein typisches Essen, das bei christlichen Familien am Gründonnerstag aufgetischt wird.

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